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Puget, J. (2004). Intersubjektivität. Krise der Repräsentation. Psyche – Z Psychoanal., 58(9-10):914-934.

(2004). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 58(9-10):914-934

Intersubjektivität. Krise der Repräsentation

Janine Puget, M.D.

Translated by:
Aus dem Spanischen von José Mederos Cruz

Die Einführung einer intersubjektiven Dimension gestattet, eine Problematik einzubeziehen, die, bislang extra muros abgehandelt, in der Theorie und Praxis der Psychoanalyse als Konflikt auftreten könnte. Die Subjektivität, als psychoanalytischer Begriff genommen, die auf der Dimension der »Zwei« gründet, muß mit jener Dimension konflikthaft koexistieren und sie überlagern, die von Identitätsvoraussetzungen ausgeht und die bislang unserem Verständnis der Funktionsweise des psychischen Apparats des Subjekts zugrunde lag. Sich selbst gleich zu sein und seine Singularität von unbewußt einverleibten Überzeugungen aus weiter zu entwickeln und zu festigen, gehört einer anderen Ordnung an als ein Subjekt zu werden, ein jeder Situation (in jeder Dimension) zugehörig werdendes Subjekt. Auf diese Weise wird ein Modell errichtet, in dem zwei Vorstellungen mit je eigener Logik koexistieren müssen: Integration in eine homogene Welt und Zersplitterung in eine heterogene Welt. Die derart konzipierte Intersubjektivität sieht eine Arbeit vor, in deren Zentrum das Tun mit dem Anderen auf der Grundlage der reinen Differenz steht; sie unterscheidet sich von jener Konzeption, die Intersubjektivität mit Empathie gleichsetzt, mit einer einzigen Funktionsweise, aus der die Bedeutungen der verschiedenen Handlungen im Leben hervorgehen und die in der Übertragung ihren Sinn zurückgewinnen.

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