Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: Downloads should look similar to the originals…

PEP-Web Tip of the Day

Downloadable content in PDF and ePUB was designed to be read in a similar format to the original articles.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Stein, R. (2005). Das Böse als Liebe und Befreiung: Zur psychischen Verfassung religiös motivierter Selbstmordattentäter. Psyche – Z Psychoanal., 59(2):97-126.

(2005). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 59(2):97-126

Das Böse als Liebe und Befreiung: Zur psychischen Verfassung religiös motivierter Selbstmordattentäter

Ruth Stein, Ph.D.

Translated by:
Aus dem Amerikanischen von Anna Leszczynska-Koenen

Die Analyse des Briefs an die Terroristen vom 11. September soll helfen, den psychischen Zustand religiös motivierter Selbstmord-Attentäter zu verstehen. Anders als erwartet ist der Brief in einem feierlichen, gelassenen, sogar freudigen Ton gehalten, geprägt von Liebe zu Gott und einem starken Wunsch, Ihm zu gefallen. Die These der Autorin lautet, daß das unablässige Beschwören von Gebeten und Glaubensformeln unter Fokussierung der Aufmerksamkeit auf Gott zu einem depersonalisierten, tranceähnlichen psychischen Zustand führt, der die Terroristen befähigt, kompetent zufunktionieren, während sie in einer Art Verzückung zu Gott verweilen. Auf psychodynamischer Ebene soll das Thema der Vater-Sohn Liebe die ekstatische Willfährigkeit der Terroristen erklären, das zu tun, was sie als Gottes Wille ansehen, und sich Wandlungen von Haß (gegenüber »Gottes Feinden« als Projektionen ihrer selbst) in Liebe (zu Gott) und von durchdringender Unzufriedenheit und Angst zu einer festumschriebenen Gottesfurcht zu unterziehen. Homoerotische Bindung und Sehnsucht, verbunden mit der Abwehr von »Weiblichkeit«, erklären die Unfähigkeit, den mörderischen Urvater zu »töten«, wie es die mythologische Urhorde tat. Freuds Beschreibung der hypnotischen Liebe der Söhne (der Gruppenmitglieder) zu ihrem Vater als Anführer, die, wenn nicht erwidert, sich in masochistische Unterwerfung verkehrt, scheint relevant für das Verständnis der »Rückkehr« der Söhne zu einer archaischen, von Grausamkeit geprägten Vater-Imago. Abschließend wird »Regression« zum Vater verglichen mit klassischer Regression zur Mutter.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2021, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.