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Bayer, L. (2005). Spiderman. Psyche – Z Psychoanal., 59(2):169-174.

(2005). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 59(2):169-174

Film-Revue

Spiderman

Review by:
Lothar Bayer

Der 2002 unter der Regie von Sam Raimi gedrehte Film Spiderman ist eine spektakuläre Comicverfilmung. Gestützt auf technische Finessen, zeigt der Film neuartige, nie zuvor im Kino gesehene Bewegungsabläufe. Die Titelfigur Spiderman klettert, springt, schwingt und schwebt auf atemberaubende Weise. Hiermit gehört der Film zum Kino der Attraktionen. Er setzt auf überwältigende Effekte. Die gebotenen Attraktionen verdrehen das Bewußtsein des Zuschauers und nehmen ihn auf schwindelerregende Fahrt mit. Sie simulieren existentiell bedrohliche Situationen und erzeugen unwillkürliche physiologische Reaktionen (Schwitzen, man rutscht in den Sitz). Die Effekte, die der Film ins Zentrum rückt, sind, um mit Kracauer zu sprechen, dazu da, um das Bewußtsein und die Realitätsprüfung des Zuschauers, mithin die physikalische Welt zu überwältigen. Die entsprechenden Sequenzen sollen die »Sinne des Zuschauers affizieren und ihn so physiologisch beanspruchen, bevor er in der Lage ist, seinen Intellekt einzusetzen« (Kracauer 1960, S. 216). Das Vermögen der Zuschauer, die Szenen auf der Leinwand zu erkennen, zu ordnen und zu entziffern, wird systematisch überwältigt. Diese Dramaturgien gehören zur Ästhetik des Erhabenen, die den Narzißmus des Rezipienten an seine Grenzen führen, um ihn letztlich zu festigen.

Das psychoanalytische Interesse an künstlerischen Ausdrucksgestalten besteht darin, daß in ihnen Erfahrungs- und Bedeutungsgehalte zur Darstellung gelangen, die sonst der Verdrängung und der Abwehr unterliegen.

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