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Hegener, W. (2005). Brüggen, Willi, und Michael Jäger (Hg.): Brauchen wir Feinde? Feindbildproduktion nach dem 11. September 2001 in sozialpsychologischer und diskursanalytischer Sicht. Berlin (Edition Freitag) 2003. 262 Seiten, € 16.80.. Psyche – Z Psychoanal., 59(2):186-188.

(2005). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 59(2):186-188

Brüggen, Willi, und Michael Jäger (Hg.): Brauchen wir Feinde? Feindbildproduktion nach dem 11. September 2001 in sozialpsychologischer und diskursanalytischer Sicht. Berlin (Edition Freitag) 2003. 262 Seiten, € 16.80.

Review by:
Wolfgang Hegener

Der Anstoß für das hier zu besprechende Buch ging von einer Debatte der in Berlin erscheinenden Wochenzeitschrift Freitag aus. In dieser war nach der Logik von Feindbildern und den sie tragenden gesellschaftlichen Verhältnissen gefragt worden. Michael Schneider sprach in diesem Zusammenhang von der »amerikanischen Paranoia«, die durch den neoliberalen Sturm ausgelöst und politisch ausgenutzt werde. Willi Brüggen, Berliner Psychoanalytiker und Verleger des Freitag, versuchte, in einem zweiten Beitrag die Frage psychoanalytisch und grundsätzlicher zu stellen. Er konstatierte gleichsam eine Veralterung der psychischen Strukturen. Menschen würden aufgrund von sich beschleunigenden Enttraditionalisierungsprozessen in einen immer heftigeren Gegensatz zu bisher dominant wirksamen psychischen Mechanismen (Verdrängung) und zu ihrem eigenen Über-Ich geraten, dassich ungleichzei-tigen Strukturen verdanke und zunehmend antiquiert sei. In dieser unüber-sichtlichen und widersprüchlichen Lage, in der mehr und mehr Verneinung anstatt Verdrängung gefordert sei, seien traditionelle Feindbilder wichtige Anker, nach denen sich die Individuen zurücksehnen würden. Brüggen formuliert damit eine Alternative zu zeitgenössischen sozialpsychologischen Erklärungen, die die neuen Lebensmuster nur im Sinne einer narzißtischen Störung und als kollektiven Regressionsprozeß (miß) verstehen können.

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