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Hamburger, A. (2005). Solomon, Andrew: Saturns Schatten. Die dunklen Welten der Depression. Aus dem Amerikanischen v. H. G. Holl. Frankfurt/M. (S. Fischer) 2001. 576 Seiten, € 16,00.. Psyche – Z Psychoanal., 59(9-10):1017-1021.

(2005). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 59(9-10):1017-1021

Solomon, Andrew: Saturns Schatten. Die dunklen Welten der Depression. Aus dem Amerikanischen v. H. G. Holl. Frankfurt/M. (S. Fischer) 2001. 576 Seiten, € 16,00.

Review by:
Andreas Hamburger

Kein leichtes Buch. 740 Gramm, und voller Buchstaben. Sogar außen, dem Buchgestalter sei Dank, bedruckt mit Textschnipseln, enthusiastischen Empfehlungen. Aber welchen! Namen wie John Berger, W.G. Sebald, Harold Bloom indizieren das Niveau dieser gewichtigen Abhandlung zur Depression. Geschrieben ist sie von einem, der aus der Not der Depression die Tugend der Selbstaufklärung entwickelte - und weil er ein Schriftsteller war, ein guter zumal, ist daraus ein lesenswertes Buch geworden.

Solomon berichtet eindringlich von seiner Versteinerung: »Ähnlich wie Hundejahre richten sich die Minuten der Depression nach einer künstlichen Zeitrechnung. Ich weiß noch, wie ich erstarrt im Bett lag und weinte, wie ich sogar Angst vor dem Duschen hatte, zugleich indes genau wußte, daß es nichts schlimmes ist« (S. 54) - »Mein Kopf kam mir vor wie einbalsamiert, wie ein in dicken Bernstein gebannter Schmetterling« (S. 67).

Grundsätzlich versteht Solomon Depression als genetisch angelegte, durch Umweltfaktoren ausgelöste oder verstärkte Erkrankung. Wie die Beschädigung der Ozonschicht den Hautkrebs, so läßt der Verlustsozialer Bedeutung und emotionaler Sicherheit auch die endemische Einsamkeit und mit ihr die Depression ansteigennicht aber entstehen, denn »Depressionen gibt es offenbar so lange wie das menschliche Selbstbewußtsein, vielleicht sogar schon länger« (S.

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