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Kuhl, W. (2006). Wulff, Erich: Wahnsinnslogik. Von der Verstehbarkeit schizophrener Erfahrung. Bonn u. Hamburg (Psychiatrie-Verlag und Argumentverlag), 2. Aufl. 2003. 179 Seiten, € 15.. Psyche – Z Psychoanal., 60(1):87-89.

(2006). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 60(1):87-89

Wulff, Erich: Wahnsinnslogik. Von der Verstehbarkeit schizophrener Erfahrung. Bonn u. Hamburg (Psychiatrie-Verlag und Argumentverlag), 2. Aufl. 2003. 179 Seiten, € 15.

Review by:
Wolfgang Kuhl

Der Titel des Buches verweist auf eine Widersprüchlichkeit: Eine Verknüpfung von Wahn und Logik. Eine solche Verbindung assoziiert eher einen unversöhnlichen Widerspruch und einen Skandal denn eine sinnvolle Möglichkeit. Erich Wulff ist Psychiater und Philosoph und zugleich einer, der in beiden Sparten, aber auch als homo politicus, den Skandal nie gescheut hat. Daß er seine philosophische, aus einer konstruktivistischen Position entwickelte Begrifflichkeit immer aus der unmittelbaren »leibhaften« Erfahrung mit seinen Kranken ableitet und ihre Aussagekraft rückbeugend an ihnen validiert, macht auch sein vorliegendes, jetzt in 2. Auflage erschienenes Werk zu einem anschaulichen, aufregenden und gut lesbaren Buch. Wulffs Sprach-mächtigkeit, bekannt von seinen früheren Veröffentlichungen, vor allem von seinen autobiographischen Werken (Vietnamesische Lehrjahre, 1968; Eine Reise nach Vietnam, 1979, Irrfahrten, 2001) hat hohe literarische Qualitäten, die den Leser in die Welt des Wahns im doppelten Sinne des Wortes »mitnehmen«, so daß er das Buch nicht endgültig aus der Handlegt, ohne es bis auf die letzte Zeile gelesen zu haben.

Der Verfasser vollzieht eine bahnbrechende Wende, nicht indem er eine andere, vielleicht »verrückte« Logik für den Wahn entwickelt (wie der Buchtitel suggerieren könnte). Vielmehr sucht er nach einem Weg, den Wahn in seiner Unverständlichkeit zu belassen und als eine Herausforderung zu hören, die auf die Herstellung von Verständlichkeit, von Sinn verweist.

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