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Wurmser, L. (2006). Reich, Günter: Familientherapie der Eßstörungen. Göttingen (Hogrefe) 2003. 167 S., € 24,95.. Psyche – Z Psychoanal., 60(2):189-190.

(2006). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 60(2):189-190

Reich, Günter: Familientherapie der Eßstörungen. Göttingen (Hogrefe) 2003. 167 S., € 24,95.

Review by:
Léon Wurmser

Mit Hilfe einer Synergie von systemorientierten und psychoanalytisch-konfliktorientierten Zugangsweisen hat Günter Reich, sicher einer der hervorragendsten Kenner der Eßstörungen heute (er wirkt an der Universität von Göttingen), ein konzises Kompendium der Behandlung dieser schwierigen und häufigen Patientinnen (und seltenen Patienten) verfaßt. Es ist gut lesbar und verständlich geschrieben, übersichtlich und wohl organisiert. Die Verschiedenheit und das Überschneiden in der individuellen und Familien-Dynamik bei Anorexie und Bulimie werden prägnant herausgearbeitet. Dabeischeint mir das Vorherrschen von Double-bind-Mitteilungen sowohl in der Familie wie auf seiten der Patientinnen selbst besonders beeindruckend (Reich spricht von der »doppelten Wirklichkeit«). Ich würde annehmen, daß dies auch für das Übertra-gungsgeschehen markant gilt. Dies tritt am schärfsten in den folgenden Übersichten im Werk zutage: In der Magersucht »grenzt sich [die Patientin] von der Familie ab, ohne sich trennen zu müssen, begehrt gegen die Eltern auf, ohne rebellisch zu wirken […] rächt sich an der Familie, ohne rachsüchtig zu wirken […] erklärt in der Regel ausdrücklich, daß die Eltern nicht an ihrem Zustand schuld sind, läßt dies aber vage vermuten; d. h. sie klagt an, ohne anzuklagen; rivalisiert verdeckt mit der Mutter (und anderen Frauen) um Selbstkontrolle, Schlankheit und Attraktivität; stürzt die Familie in eine Krise, in der eigentlich Veränderung gefordert ist; gleichzeitig bleibt die alte Balance gewahrt; es darf sich nichts verändern. [Sie] verkleistert eventuelle Risse in der Beziehung ihrer Eltern, indem sich diese in Sorge um sie vereinen. [Sie] kann mit dem Hinweis, Opfer einergeheimnisvollen Krankheit zu sein, nun auch Opfer von den anderen verlangen, ohne daß sie Schuldgefühle haben muß, denn sie leidet ja« (S. 31f.).

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