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Wurmser, L. (2006). Ahrbeck, Bernd: Kinder brauchen Erziehung. Die vergessene pädagogische Verantwortung. Stuttgart (Kohlhammer) 2004. 171 Seiten, € 19,80.. Psyche – Z Psychoanal., 60(3):268-271.

(2006). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 60(3):268-271

Ahrbeck, Bernd: Kinder brauchen Erziehung. Die vergessene pädagogische Verantwortung. Stuttgart (Kohlhammer) 2004. 171 Seiten, € 19,80.

Review by:
Léon Wurmser

Dieses neue Werk des Psychoanalytikers Bernd Ahrbeck, Professor für Rehabilitationswissenschaften an der Humboldt-Universität in Berlin, schließt sich anderen kritischen Studien an, die der Verfasser in den letzten Jahren zum gegenwärtigen Stand von Psychologie und Pädagogik veröffentlicht hat. So spricht er in einem Sammelband mit dem Titel Der vergessene Dritte darüber, wie oft die ödipale Dreiecksdynamik zugunsten eines einseitig auf die Dyade und das Präödipale ausgerichteten Verstehens vernachlässigt werde und welch ungünstige Folgen dies sowohl in der klinisch-rehabi-litativen wie in der Erziehungsarbeit habe. Diese Kritik wird nun im gegenwärtigen Werk vertieft.

Seine Grundauffassung zeigt sich im Postulat: »Erziehung beruht darauf, daß es ein Gegenüber gibt, das anerkennt und unterstützt, fördert und leitet, aber auch begrenzt und mitunter streng ist. Oft ist es nicht das affirmative Ja, sondern das Nein, das die Entwicklung vorantreibt […] Erziehung lebt von Differenz, davon, daß es eine Erwachsenenwelt gibt, in die die Kinder erst langsam hineinwachsen« (S. 151). Demgegenüber werden heute die in weiten Bereichen nicht überwun-denen Folgeerscheinungen des antiautoritären Protests der 68er Jahre und »ein naives Vertrauen in die kindlichen Wachstumskräfte, die keiner nachhaltigen äußeren Korrektur mehr bedürfen«, zu Leitwerten erhoben, zugunsten von »radikal-konstruktivistischen und systemischen Theorien«, unter deren Maßgabe die »Kinder und Jugendlichen […] zu weitgehend autonomen Schöpfern ihrer selbst« werden.

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