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Lütkehaus, L. (2006). Richebächer, Sabine: Sabina Spielrein. »Eine fast grausame Liebe zur Wissenschaft.« Biographie. Zürich (Dörlemann Verlag) 2005. 400 Seiten, € 24,90.. Psyche – Z Psychoanal., 60(4):375-376.

(2006). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 60(4):375-376

Buchbesprechungen

Richebächer, Sabine: Sabina Spielrein. »Eine fast grausame Liebe zur Wissenschaft.« Biographie. Zürich (Dörlemann Verlag) 2005. 400 Seiten, € 24,90.

Review by:
Ludger Lütkehaus

Als 1986 das von dem italienischen Psychoanalytiker Aldo Carotenuto herausgegebene Buch Tagebuch einer heimlichen Symmetrie — Sabine Spielrein zwischen Jung und Freud in der deutschen Erstausgabe des Freiburger Kore Verlags mit einem pointierten Vorwort des psychoanalysekritischen Psychoanalytikers Johannes Cremerius erschien, da ging das Interesse der Öffentlichkeit weit über die Grenzen der Zunfthinaus. Die Liebesgeschichte zwischen der jungen russischen Patientin, dann selbständig praktizierenden und publizierenden Psychoanalytikerin und ihrem behandelnden Arzt C.G. Jung befriedigte ein gehöriges Maß an Sensationsbedürfnis. Man hatte aber auch reichlich Anlaß, die idealisierten Väter-Bilder zu revidieren. Die »Schufterei« bis hin zum Liebesverrat, die Jung eingestandenermaßen in dieser Behandlungs- und Liebesgeschichte begangen hatte; der medizinischmännliche Zynismus Freuds und seine Unterordnung der menschlichen und therapeutischen Aspekte des Falls unter die Interessen der sich etablierenden Psychoanalyse — das alles war nicht dazu angetan, der Idolatrie zu dienen.

Wichtiger war freilich die sachliche und methodische Bedeutung des Falls. Das für die psychoanalytische Therapie grundlegende, dabei so heikle Zusammenspiel von Übertragung und Gegenübertragung, das Wechselverhältnis zwischen dem Unbewußten der Patientin und dem des Therapeuten, das in der Konsequenz dazu zwingt, ein einseitiges, bloß reaktives Verständnis der angeblichen »Gegenübertragungsprozesse« preiszugeben, ließ sich hier, auf der Urszene aller späteren Übertragungstragödien, drastischer erkennen, als es reine Theorie je hätte demonstrieren können.

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