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Whitebook, J. (2006). Wissenschaft und Religion: Zur Problematik von Objektivität und Kritik der Psychoanalyse. Psyche – Z Psychoanal., 60(9-10):1018-1039.

(2006). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 60(9-10):1018-1039

Wissenschaft und Religion: Zur Problematik von Objektivität und Kritik der Psychoanalyse

Joel Whitebook

Translated by:
Aus dem Amerikanischen von Irmgard Hölscher

Die neuen Theoretiker in der Psychoanalyse nutzten die Argumente der postmodernen Philosophen zur erfolgreichen Kritik der wissenschaftlichen, dogmatischen und autoritären Elemente im herrschenden psychoanalytischen Establishment. Problematisch ist, daß die neuen Theoretiker im Dekonstruktivismus steckengeblieben sind und weiter gegen Objektivismus, Szientismus und Autoritarismus angehen, als wäre das Argument nicht bereits Sieger. Whitebook plädiert für einen neuen rekonstruktiven Schritt, bei dem die Begriffe »Objektivität«, »Wissenschaft« und »Autorität« nach der Kritik des Objektivismus, Szientismus und Autoritarismus neu zu überdenken wären. Whitebook zufolge steht der Aufstieg des Postmodernismus und das weltweite Aufblühen der Religion nicht nur in einem zeitlichen, sondern auch logischen Zusammenhang: Mit der Diskreditierung der Idee von Objektivität und Wissenschaft haben die Postmodernisten die Idee von Kritik selbst untergraben. Und indem sie Wissenschaft auf ein Sprachspiel unter anderen reduzierten, wurde ihr Privileg gegenüber Religion obsolet. Unter Rückgriff auf die postmoderne Kritik an der Aufklärung wird von vielen Anti-Säkularisten der Trugschluß gezogen, die Meta-Kritik an der Religion würde ipso facto die Geltung der religiösen Position wieder errichten. Bei aller Anerkennung der Grenzen der aufklärerischen Behandlung der Religion - einschließlich der Freuds - beharrt Whitebook darauf, daß angesichts der irrationalen Kräfte, die in unserer postmodernen Welt entfesselt worden sind, »epistemologische Reife« immer noch ein Erfordernis ist.

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