Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To search for text within the article you are viewing…

PEP-Web Tip of the Day

You can use the search tool of your web browser to perform an additional search within the current article (the one you are viewing). Simply press Ctrl + F on a Windows computer, or Command + F if you are using an Apple computer.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Hamburger, A. (2006). Brumlik, Micha: Sigmund Freud - Der Denker des 20. Jahrhunderts. Weinheim (Beltz) 2006. 304 Seiten, € 22,90.. Psyche – Z Psychoanal., 60(9-10):1064-1067.

(2006). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 60(9-10):1064-1067

Brumlik, Micha: Sigmund Freud - Der Denker des 20. Jahrhunderts. Weinheim (Beltz) 2006. 304 Seiten, € 22,90.

Review by:
Andreas Hamburger

Man darf gespannt sein, wie Micha Brumlik, Philosoph, Pädagoge und deutlicher Zeitgenosse, langjähriger Direktor des Fritz Bauer-Instituts, Freuds Aufklärungsprojekt dem soeben vergangenen Jahrhundert zuordnet. Seine historische Rezeption könnte zeigen, in welchem Sinne Freud nicht nur ein, sondern »der« Denker des 20. Jahrhunderts war: In dem Sinne nämlich, daß dieses von soviel unerhörter Bewußtwerdung wie Barbarisierung geschüttelte Jahrhundert sich selbst in Freuds Denkbewegung begreifen konnte. Einer Denkbewegung, die nicht ins Museum der Psychiatrie gehört, sondern eine »Anthropologie im Lichte des Zwanzigsten Jahrhunderts« bildet.

Knapp die Hälfte des Buches ist der Klinik, vor allem aber der Entwicklungspsychologie Freuds gewidmet. Das erste Kapitel umreißt, gelegentlich weit ausgreifend, eine pädagogische Anthropologie. Sie beharrt gegenüber den dekonstruktivistischen Relativierungen auf der Wirklichkeit eines leib-und geschlechtsgebundenen Menschen, der zur mentalen Repräsentation und damit zur normativen Regulierung seines angeborenen Begehrens fähig und gezwungen ist. Genau an diesem Schnittpunkt steht die von Freud seit 1905 betonte infantile Sexualität. Glänzend beschreibt Brumlik Freuds Paradigmenwechsel als dialektische Aufhebung einer »Tiefenpsychologie« in der Tradition des romantischem Okkultismus - einer Tradition unaufgedeckter Verführungsszenen, die der Autor pointiert ausführt an der »folie-à-deux« zwischen C.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.