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Tip: To review The Language of Psycho-Analysis…

PEP-Web Tip of the Day

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Maciejewski, F. Assmann, J. (2008). Ein Briefwechsel zwischen Jan Assmann und Franz Maciejewski. Psyche – Z Psychoanal., 62(3):257-265.

(2008). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 62(3):257-265

Ein Briefwechsel zwischen Jan Assmann und Franz Maciejewski

Franz Maciejewski und Jan Assmann

1. Franz Maciejewski an Jan Assmann, 15. 5. 2007

Lieber Herr Assmann,

haben Sie schönen Dank für die Zusendung Ihres »Antwort-Entwurfes«, mit dem Sie mich, offen gestanden, ein wenig in Verlegenheit bringen. Sie beschwören zu Anfang und Ende die Gefahr, »daß man aneinander vorbeirede« — eine höfliche Umschreibung für den längst eingetretenen Fall. Aber Sie lamentieren nicht lange darüber, und das will ich auch nicht tun, sondern gleich einige Klarstellungen anbieten.

Eine neue »Zwangsalternative« zwischen Körper und Schrift gibt es natürlich weder bei mir noch bei Ihnen (oder Aleida Assmann). Was es gibt, ist eine Privilegierung oder ein Primat — und der liegt bei Ihnen bei der Schrift und dem Schriftgedächtnis. Und wer wollte im Ernst die überragende Bedeutung der Schrift im Kontext einer Kultur des Buches unterschätzen. Nur, im Mittelpunkt meiner Arbeit (und der Debatte über das Unbewußte in der Kultur) steht die Dynamik des jüdischen Kollektivgedächtnisses, die formative Phase also, die erst spät zu einer Verschriftlichung gefunden hat. Und hier beharre ich mit Freud darauf, daß die spätere heilige Schrift ein Oberflächenphänomen ist, das einem triebdynamischen Komplex, der im Unbewußten der Kultur abläuft, aufsitzt. Nur insofern ist das Heranziehen der Josianischen Legende vom aufgefundenen Buch zur Kennzeichung der Freudschen Position ein »eminentes Mißverständnis«.

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