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Pfaller, R. (2009). Die Sublimierung und die Schweinerei: Theoretischer Ort und kulturkritische Funktion eines psychoanalytischen Begriffs. Psyche – Z Psychoanal., 63(7):621-650.

(2009). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 63(7):621-650

Die Sublimierung und die Schweinerei: Theoretischer Ort und kulturkritische Funktion eines psychoanalytischen Begriffs

Robert Pfaller

Der Begriff der Sublimierung ist in seiner Freudschen Fassung problematisch, weil mit ihm Annahmen importiert werden, die im Widerspruch zur psychoanalytischen Theorie stehen. Insbesondere die Annahme eines komplementären Verhältnisses von Triebnatur und Kultur entspricht nicht der Freudschen Konzeption. Vielmehr zeichnet Freud ein Bild des Triebkonflikts, worin einige Sexualtriebe auf den Widerstand anderer stoßen (»organische Verdrängung«) und letztere dabei Unterstützung durch die Kultur erhalten. Die Sublimierung findet gerade in diesem Bild des Konflikts ihren theoretischen Ort: Sie besteht darin, den ersten, von Natur und Kultur gemeinsam geächteten Triebregungen zu Hilfe zu kommen und ihnen zu einer kulturbedingten, neuen, triumphalen Würdigung in feierlichen Ausnahmesituationen zu verhelfen. Die Sublimierung gebietet das, was die Individuen sich selbst versagen möchten, und hilft ihnen dadurch über ihre organisch-kulturellen Hemmungen hinweg. Die Sublimierung ändert somit nichts am Trieb, sondern vielmehr an dessen kultureller Wertschätzung. Sie ist Arbeit an der Kultur. Die Instrumente und Produkte dieser Arbeit aber sind Beutestücke gesellschaftlicher Kämpfe. Darum sind sie in verschiedenen Epochen sehr unterschiedlich verteilt.

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