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Jones, J.W. (2009). Wie wird aus Religion Gewalt? Eine psychoanalytische Untersuchung des religiösen Terrorismus. Psyche – Z Psychoanal., 63(9-10):948-972.

(2009). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 63(9-10):948-972

Wie wird aus Religion Gewalt? Eine psychoanalytische Untersuchung des religiösen Terrorismus

James W. Jones

Translated by:
Aus dem Amerikanischen von Elisabeth Vorspohl

Der Autor postuliert keine allgemeine Theorie des Terrorismus, sondern fragt, was eine psychodynamische Untersuchung des religiösen Terrorismus über dieses Phänomen und generell über die Psychologie der Religion sagen kann. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist die durch zahlreiche Studien gestützte Annahme, daß zwischen Scham, Demütigung und Gewalt ein Zusammenhang besteht. Bei Gewalt, die aus Demütigung resultiert, kann Religion auf zweierlei Weise eine Rolle spielen: sie kann die durch bestimmte Lebensumstände erzeugte Demütigung verstärken und daraus ihren Nutzen ziehen, und sie kann selbst Scham- und Demütigungsgefühle erzeugen, die Gewalt induzieren, indem sie Reinigung und Heiligkeit durch den Tod verspricht. Spezifisch für fanatische Religionen ist die Verknüpfung des Wunsches nach spiritueller Wiedervereinigung mit Gewalt, vor allem in Form des Tötens als Opferung oder apokalyptische Reinigung. Eine früher vertretene These revidierend, kommt Jones zu dem Schluß, daß für die Psychologie religiös motivierter Gewalt die Idealisierung eines Objekts, das Scham und Demütigung hervorruft, von zentralem Stellenwert ist. Der Drang, sich durch Unterwerfung mit diesem Objekt zu vereinen, hebe alle anderen menschlichen Strebungen auf und ersetze menschliche Beziehungen durch eine Verbindung mit Gott, neben der nichts anderes Bestand hat. Abschließend setzt Jones sich kritisch mit Freuds Religionsanalyse und dem ihr zugrunde liegenden patriarchalen Gottesbild auseinander.

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