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Werthmann, H. (2011). Zurück zu Kant und Wundt! Psychologie als »Empirische Geisteswissenschaft« auf dem Weg zu einer »psychologischen Anthropologie« - Die Diskussion von Grundfragen der Psychologie durch Jochen Fahrenberg. Psyche – Z Psychoanal., 65(3):265-271.

(2011). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 65(3):265-271

Buch-Essay

Zurück zu Kant und Wundt! Psychologie als »Empirische Geisteswissenschaft« auf dem Weg zu einer »psychologischen Anthropologie« - Die Diskussion von Grundfragen der Psychologie durch Jochen Fahrenberg

Hans-Volker Werthmann

Am Anfang der Psychologie als Wissenschaft, die ihren Platz an der Universität beansprucht, steht ein Verdikt Immanuel Kants, wonach die Psychologie eine »exakte« Wissenschaft nicht sein könne. Er sagt: »Ich behaupte aber, dass in jeder besonderen Naturlehre nur so viel eigentliche Wissenschaft angetroffen werden könne, als darin Mathematik anzutreffen ist … Noch weiter aber als Chemie [Anm.: die zu Kants Zeit ebenfalls nicht mathematisierbar war; H.-V. W], muß empirische Seelenlehre jederzeit von dem Range einer eigentlich so zu nennenden Naturwissenschaft entfernt bleiben, erstlich weil Mathematik auf die Phänomene des inneren Sinns und ihre Gesetze nicht anwendbar ist« [alle Zitate nach Fahrenberg]. Die psychischen Phänomene, so fährt er sinngemäß fort - und er meint damit offenbar die Inhalte des Bewusstseinsstroms, im einfachsten Falle Gedanken und Vorstellungen -, lassen sich nicht voneinander abgrenzen, isolieren und konstruieren, ganz anders als Gegenstände im Raum, sondern sind beobachtbar lediglich in der Dimension der Zeit. Die Introspektion aber sei unzuverlässig, und andere Personen könne man über ihre Erlebnisse nicht befragen, weil die Befragung selbst die Beobachtung beeinträchtige. Gleichwohl hat sich Kant nicht davon abhalten lassen, 30 Jahre lang eine Vorlesung »Anthropologie in pragmatischer Hinsicht« zu halten und diese 1798 schließlich zu veröffentlichen.

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