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Hopf, H. (2011). Neraal, Terje & Wildermuth, Matthias (Hg.): ADHS. Symptome verstehen - Beziehungen verändern. Gießen (Psychosozial-Verlag) 2008. 294 Seiten, € 24,90.. Psyche – Z Psychoanal., 65(11):1132-1134.

(2011). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 65(11):1132-1134

Neraal, Terje & Wildermuth, Matthias (Hg.): ADHS. Symptome verstehen - Beziehungen verändern. Gießen (Psychosozial-Verlag) 2008. 294 Seiten, € 24,90.

Review by:
Hans Hopf

Es ist erfreulich, dass in den vergangenen Jahren einige Bücher zum Verstehen der ADHS aus psychodynamischer/psychoanalytischer Sicht erschienen sind und sich die Psychoanalyse mittlerweile unüberhörbar in den immer noch aufgeregt und kontrovers geführten Diskurs einmischt. Jedes dieser Bücher hat einen charakteristischen Schwerpunkt, dies gilt auch für das vorliegende Buch. Terje Neraal ist Leiter der Sektion Paar-, Familien- und Sozialtherapie am Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Gießen, Matthias Wildermuth ist Ärztlicher Direktor einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Vorgestellt werden ambulante und stationäre Fälle mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Es wurde durchgängig Wert darauf gelegt, »die Behandlungsangebote an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien zu orientieren« (S. 11).

Der Untertitel »Symptome verstehen - Beziehungen verändern« zieht sich leitmotivisch durch das Buch und die gesamte therapeutische Arbeit mit den Familien. Denn es ist die Tragik jener Kinder, die mit der Diagnose ADHS bedacht werden, dass ihre Symptome eben meist nicht verstanden und Beziehungen nicht verändert werden. Sant'Unione und Wildermuth formulieren es zum Schluss so: »Das Störungsbild ADHS stellt eine Oberflächendiagnose dar, hinter der sich viele unterschiedliche Störungsaspekte rund um die Kernsymptomatik ergeben, die eine häufige Komorbidität beinhalten« (S. 287).

In einem Einführungskapitel diskutiert Neraal zunächst neurobiologische versus psycho- und familiendynamische Ursachenerklärungen. Bekanntlich geht der Mainstream der Kinderpsychiatrie von einem rein neurowissenschaftlichen Erklärungsmodell, von einer vererbten Transmitterstörung im Dopamintransportersystem des Gehirns aus. Die Bedeutung psychosozialer Ansätze bei der Behandlung der ADHS wird zwar anerkannt, familiären Belastungsfaktoren wird jedoch keine primäre ätiologische Bedeutung zugestanden. Dies heißt, dass in den meisten kinderpsychiatrischen Hypothesen wenig Raum für Psychisches bleibt. Dabei haben neuere Theorien längst eine Brücke zwischen »Gefühlen und biochemischen Prozessen im Gehirn« geschlagen (S. 40).

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