Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To quickly return from a journal’s Table of Contents to the Table of Volumes…

PEP-Web Tip of the Day

You can return with one click from a journal’s Table of Contents (TOC) to the Table of Volumes simply by clicking on “Volume n” at the top of the TOC (where n is the volume number).

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Bouville, V. (2011). L'enfant terrible. Psyche – Z Psychoanal., 65(12):1212-1215.

(2011). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 65(12):1212-1215

L'enfant terrible

Valérie Bouville

Das Buch von Michel Onfray über »den Untergang eines Idols, das freudianische Hirngespinst«, wie der französische Titel wörtlich heißt, lässt sich anfangs gut lesen. Die Sprache des Autors in der Originalversion des Buches ist klug, reich, unterhaltsam, schlüssig.

Die Erzählung seiner Entdeckung von Freud mit 15 Jahren unter Hinzuziehung von Nietzsche, Spinoza, Marx entstaubt frühere revolutionäre Ideen und lässt eine spannende Lektüre erwarten.

Doch plötzlich beginnt er über Freud herzuziehen. Freud sei ein Lügner, ein Betrüger, ein geldgieriger Narziss, der vor allem an seiner Legende gearbeitet habe und dafür zu jeder Schandtat bereit gewesen sei. Sein Hof bestehe auch aus mehr oder weniger naiven Anhängern, die die Psychoanalyse als lebensrettende Behandlungsform propagierten, während sie im Grunde genommen ein suchtähnliches Abhängigkeitsverhältnis schaffe, das vorwiegend der Bereicherung ihres Entdeckers diene. Unter Onfrays Feder wird Freud zum machiavellistischen Vertuscher. Onfray selbst verspricht Beweise, die sich dann aber als bloße Hypothesen erweisen. Mehr noch: Im Laufe der Ausführungen verwandeln sich die zuvor angebotenen Hypothesen in Behauptungen, bevor sie im nächsten Kapitel als Beweise wieder aufgenommen werden. Die Lektüre wird redundant und das Interesse erlischt.

Über seine eigene Geschichte erklärt Michel Onfray, als Philosophie-Lehrer viele Jahre im Gymnasium unterrichtet zu haben. Vor einigen Jahren brach er mit der institutionellen Wissensvermittlung, um eine »université populaire«, eine Art Volkshochschule, in der Normandie zu gründen, die allen Interessierten eine detaillierte Lektüre philosophischer Texte und deren Diskussion anbietet.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2021, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.