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Schmidt, M.G. (2015). Fischer-Lichte, Erika: Performativität. Eine Einführung. 2., unveränd. Aufl. Bielefeld (transcript) 2013. 233 Seiten, € 19, 80.. Psyche – Z Psychoanal., 69(5):478-480.

(2015). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 69(5):478-480

Fischer-Lichte, Erika: Performativität. Eine Einführung. 2., unveränd. Aufl. Bielefeld (transcript) 2013. 233 Seiten, € 19, 80.

Review by:
Manfred G. Schmidt

Für an neueren Theorien zu kulturellen Entwicklungen Interessierte ist dieses Buch eine Fundgrube. Es ist gut lesbar und bietet einige überraschende, neue Aspekte, die auch für Psychoanalytiker von einigem Interesse sein können.

Die Autorin Erika Fischer-Lichte ist Professorin für Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Sie war von 1999 bis 2010 Initiatorin und Sprecherin des Sonderforschungsbereichs »Kulturen des Performativen« der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Das Buch präsentiert in prägnanter Form die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit.

Der Ausgangspunkt von Fischer-Lichte ist eine besondere Entwicklung der Theaterwissenschaft nach der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert: »Theater wird nicht durch die Literatur, sondern durch die Aufführung konstituiert« (S. 19). John Austin hat dafür 1955 den Begriff »performativ« geprägt: to perform, eine Handlung vollziehen.

Durch Austin wurden schon zwei paradigmatische Kennzeichen des performativen Kulturbegriffs geprägt: 1. Performative Akte vollziehen die Handlung, von der sie sprechen, also z.B.: »Ich taufe dieses Schiff auf den Namen Queen Elizabeth II«, und sie stellen die soziale Wirklichkeit her, von der sie sprechen. Mit anderen Worten: Performative Akte sind selbstreferentiell und wirklichkeitskonstituierend.

Diese Grundgedanken wurden dann in weitgehend phänomenologischer Tradition (v.a. von Judith Butler), die auch die Methodik des ganzen Buches prägt weiter systematisiert. Performative Prozesse sind nicht nur Sprechakte, sondern »vor allen Dingen auch körperliche Handlungen, die keine vorgängig gegebene Identität zum Ausdruck bringen, sie bringen diese Identität allererst hervor« (S. 41). Diesen Prozess der performativen Erzeugung von Wirklichkeit/Identität sieht Butler als einen Prozess der Verkörperung - Embodiment.

In

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