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Martynkewicz, W. (2015). Angeloch, Dominic: Die Beziehung zwischen Text und Leser. Grundlagen und Methodik psychoanalytischen Lesens. Mit einer Lektüre von Flauberts »Éducation sentimentale«. Gießen (Psychosozial-Verlag) 2014. 434 Seiten, € 44,90.. Psyche – Z Psychoanal., 69(7):678-681.

(2015). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 69(7):678-681

Angeloch, Dominic: Die Beziehung zwischen Text und Leser. Grundlagen und Methodik psychoanalytischen Lesens. Mit einer Lektüre von Flauberts »Éducation sentimentale«. Gießen (Psychosozial-Verlag) 2014. 434 Seiten, € 44,90.

Review by:
Wolfgang Martynkewicz

Die psychoanalytische Kunsttheorie war und ist eine Herausforderung. Das beginnt schon mit der Frage des Status. Freud entwickelte seine Vorstellungen über Kunst unter verschiedenen Perspektiven. Das Spektrum ist weit gefasst: die 1907 erschienene Gradiva-Analyse (1907a) ist eine Dichtungs-Interpretation, die berühmte Leonardo-Studie (1910c) ist als psychoanalytische Biographie angelegt, in der Abhandlung über den Moses des Michelangelo (1914b) geht es vor allem um eine immanente Deutung, in Dostojewski und die Vatertötung (1928b) werden die Neurosen des Dichters zum Thema. Ein vereinigendes Band scheint es zwischen diesen Arbeiten nicht zu geben. Dazu kommt, dass Freud sich dem Thema »Kunst« als Laie näherte. Freimütig bekennt er in der Moses-Studie seinen eingeschränkten Blickwinkel: »Für viele Mittel und manche Wirkungen der Kunst fehlt mir eigentlich das richtige Verständnis« (zit. nach Angeloch, S. 21).

Zurückhaltung war also geboten, und Freud äußerte sich oft denn auch eher skeptisch zu den Möglichkeiten der psychoanalytischen Ästhetik. Gleichwohl zog das Projekt von Anfang an Kritik auf sich. Man sah darin einen Übergriff, eine illegitime Erweiterung der Psychoanalyse, auf ein Gebiet, das mit dem ärztlichen und therapeutischen Handeln nichts zu tun hatte. Die Vorbehalte wurden durch Arbeiten bestätigt, in denen bestimmte Konstrukte der Psychoanalyse in holzschnittartiger Weise auf die Kunst angewandt wurden.

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