Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To use the Information icon…

PEP-Web Tip of the Day

The Information icon (an i in a circle) will give you valuable information about PEP Web data and features. You can find it besides a PEP Web feature and the author’s name in every journal article. Simply move the mouse pointer over the icon and click on it for the information to appear.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Engelmann, I. (2015). Auf dem Weg zu einer kapitalistischen Psychotherapie: Anmerkungen zu Martin Dornes' »Macht der Kapitalismus depressiv?«. Psyche – Z Psychoanal., 69(8):766-772.

(2015). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 69(8):766-772

Auf dem Weg zu einer kapitalistischen Psychotherapie: Anmerkungen zu Martin Dornes' »Macht der Kapitalismus depressiv?«

Ingo Engelmann

Martin Dornes hat in der Psyche einen für diese Zeitschrift ungewöhnlich langen Text vorgelegt, in dem er der Frage nachgeht, ob die Lebensbedingungen in unserer aktuellen Gesellschaft krank machen oder ob sie genau umgekehrt eher zu höherer Lebensqualität geführt haben. Er möchte die Antwort auf der Grundlage wissenschaftlich nachgewiesener Fakten geben. Dazu hat er eine große Zahl einschlägiger Untersuchungen zusammengetragen, 150 Quellenangaben in der Literaturliste sollen die Gründlichkeit seiner Recherche beweisen. Er hat vor allem empirische Untersuchungen und Metaanalysen ausgewertet.

Dornes ist bekannt geworden durch seine grundlegenden Beiträge zur psychoanalytischen Entwicklungspsychologie und zu Eltern-Kind-Beziehungen. Er ist studierter Soziologie und arbeitete von 2002 bis 2014 mit im Leitungsgremium des Frankfurter Instituts für Sozialforschung. Seine mehrfache Identität als Soziologe und Gruppenanalytiker versprach eine spannende Lektüre.

Dornes hält den Zuwachs an Lebensqualität und Lebenszufriedenheit für bewiesen, und er findet diese Tendenz plausibel. Kritische Stimmen, die unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem für ungerecht und tendenziell menschenfeindlich erklären, hält er für empirisch widerlegt. Weder von diesem Autor noch in dieser Zeitschrift hätte ich eine derart unverhohlen konservative Positionsbestimmung erwartet, die kollektive Verdrängungsmechanismen aufgreift, verstärkt und ideologisch verbrämt.

[This is a summary or excerpt from the full text of the article. PEP-Web provides full-text search of the complete articles for current and archive content, but only the abstracts are displayed for current content, due to contractual obligations with the journal publishers. For details on how to read the full text of 2014 and more current articles see the publishers official website here.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.