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Hübner, W. (2015). Bemerkungen zu Vittorio Galleses Aufsatz »Welche Neurowissenschaften und welche Psychoanalyse? Intersubjektivität und Körperselbst. Notizen für einen Dialog«. Psyche – Z Psychoanal., 69(12):1185-1191.

(2015). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 69(12):1185-1191

Kommentar

Bemerkungen zu Vittorio Galleses Aufsatz »Welche Neurowissenschaften und welche Psychoanalyse? Intersubjektivität und Körperselbst. Notizen für einen Dialog«

Wulf Hübner, Dipl.-Psych.

Mit einigen Bemerkungen möchte ich das Angebot des Autors zum Dialog aufgreifen und Bedenken gegenüber der Euphorie zu begründen versuchen, die Neurowissenschaften könnten mit der Psychoanalyse tatsächlich gemeinsam der Frage nachgehen, »was es heißt, Mensch zu sein« (2015, S. 112). Es geht also um die grundsätzliche, selbstreflexive Frage, was für einen Bezug wir zu unserem Körper und speziell zu unserem Gehirn und dessen Funktionen haben.

Der Autor ist vielgeehrter Theoretiker der Spiegelneuronen. Vor seinen Forschungsergebnissen verneige ich mich. Meine begriffskritischen Bemerkungen gelten ausschließlich der Redeweise, in der er über diese Ergebnisse spricht. Sie ist metaphorisch und schreibt Teilen unseres Körpers Fähigkeiten und Eigenschaften zu, die uns nur als ganzer Person zukommen.

Galleses Überlegungen stehen in der Tradition der Fragestellung, wie der Geist aus der Materie, wie Intersubjektivität aus dem Zusammenwirken der autonomen Körperfunktionen soll entstehen können:

«ein neurobiologischer Ansatz […] muss […] erforschen, wie das System Gehirn-Körper in den jeweiligen Beziehungen zur Welt die psychische Aktivität entstehen lässt« (S. 98).

Am Anfang steht die auf der Entdeckung der Spiegelneuronen gründende allgemeine »Entdeckung des Mechanismus der Spiegelung von Aktionen« (S. 101):

«Wenn jemand beobachtet, dass andere eine bestimmte Emotion durch ihre Mimik zum Ausdruck bringen, werden auch die Gesichtsmuskeln des Beobachters in gleicher Weise aktiviert« (S. 101).

«Die Emotionen und Empfindungen eines anderen werden […] verstanden über die Verwendung derselben neuralen Hirnschaltkreise, auf die sich unser eigenes Erleben der gegebenen Emotionen und Empfindungen gründet« (S. 102).

In dieser »verkörperten Simulation« erscheine »Intersubjektivität als Zwischenleiblichkeit« (S. 101), wir erleben die anderen als ein Selbst, das Ähnliches erlebt wie wir (S. 102). Dabei gründen sich beide Arten der Beziehung, sowohl die der sogenannten Außenwahrnehmung wie die der Interozeption, »auf unbewusste Vorgänge« (S. 108).

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