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Maciejewski, F. (2017). Freuds Tagtraum im Zwinger von Dresden. Psyche – Z Psychoanal., 71(5):433-440.
    

(2017). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 71(5):433-440

Freuds Tagtraum im Zwinger von Dresden

Franz Maciejewski

Klaus Herding (2016) hat den vergleichsweise immer noch schmalen Bestand an psychoanalytisch inspirierter Kunstgeschichte um ein schönes Exempel bereichert. Es handelt sich um ein bislang kaum gewürdigtes Kunsterlebnis des noch jungen Freud, das dieser beim Besuch der Dresdner Gemäldegalerie im Jahre 1883 vor den beiden berühmten Madonnenbildnissen von Raffael und Holbein empfangen und in zwei Briefen an seine damalige Braut Martha Bernays niedergelegt hat.

Herding nimmt Freud als einen typischen Bildungsbürger und damit als Repräsentant einer bestimmten Kulturelite des ausgehenden 19. Jahrhunderts in den Blick. Der Inhaltsaspekt seiner Arbeit zielt dementsprechend auf Freuds ästhetisches Empfinden während des einsamen Kunstgenusses angesichts der Sixtinischen Madonna auf der einen, der sogenannten »Sixtina des Nordens« auf der anderen Seite. Aus dieser Perspektive betrachtet will Herding plausibel machen, dass sich Freud - trotz einiger irritierender Werturteile, die in den Rang »produktiver Fehlleistungen« erhoben werden - der Suche nach der idealen Schönheit als dem erstrebenswerten kulturellen Bildungsziel verpflichtet fühlte. Der Beziehungsaspekt beschränkt sich im Wesentlichen auf die Gestalt der Verlobten, der die gewonnenen Eindrücke mitgeteilt werden, die aber selber nicht mit von der Partie war.

Erweitert man den Blickwinkel, so dass die ganze Szene rund um den Besuch des Dresdner Zwingers wahrgenommen werden kann, ist man erstaunt, was die kunstästhetische Rahmung, mit der Herding arbeitet, alles abschneidet und ausspart.

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