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Jones, E. (1911). I. Beitrag zur Symbolik im Alltag. Zentralblatt für Psychoanalyse, 1(3):96-98.

(1911). Zentralblatt für Psychoanalyse, 1(3):96-98

Mitteilungen

I. Beitrag zur Symbolik im Alltag

Ernest Jones

Wie Professor Freud uns gelehrt hat, spielt die Symbolik im kindlichen Leben des Normalen eine grössere Rolle, als man nach früheren psychoanalytischen Erfahrungen erwartete; im Hinblick darauf mag die folgende kurze Analyse von einigem Interesse sein, insbesondere wegen ihrer medizinischen Ausblicke.

Ein Arzt stiess bei der Wiedereinrichtung seiner Möbel in einem neuen Heim auf ein „einfaches“ hölzernes Stethoskop. Nachdem er einen Augenblick nachgedacht hatte, wo er es denn eigentlich unterbringen solle, fühlte er sich gedrängt, es seitlich auf seinen Schreibtisch zu stellen, und zwar so, dass es genau zwischen seinem Stuhl und dem, worin seine Patienten zu sitzen pflegten, zu stehen kam. Die Handlung als solche war aus zwei Gründen ein wenig seltsam. Erstens braucht er überhaupt nicht oft ein Stethoskop (er ist nämlich Neurologe), und sobald er eines nötig hat, benützt er ein doppeltes für beide Ohren. Zweitens waren alle seine medizinischen Apparate und Instrumente in Schubkasten untergebracht mit alleiniger Ausnahme dieses einen. Gleichwohl dachte er nicht mehr an die Sache, bis ihn eines Tages eine Patientin, die noch nie ein „einfaches“ Stethoskop gesehen hatte, fragte, was das sei. Er sagte es ihr, und sie fragte ihn, warum er es gerade hierher gestellt habe, worauf er schlagfertig erwiderte, dass dieser Platz ebensogut wäre wie jeder andere. Dies machte ihn jedoch stutzig und er begann nachzudenken, ob dieser Handlung nicht irgend eine unbewusste Motivierung zugrunde liege; und vertraut mit der psychoanalytischen Methode beschloss er, die Sache zu erforschen.

Als erste Erinnerung fiel ihm die Tatsache ein, dass als Student der Medizin die Gewohnheit seines Spitalsarztes auf ihn Eindruck gemacht hatte, der immerwährend ein einfaches Stethoskop bei seinen Besuchen in den Krankensälen in der Hand gehalten hatte, obgleich er es niemals benützte. Er hatte

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1) Aus dem Englischen übersetzt von Otto Rank (Wien).

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