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Tip: To use Evernote for note taking…

PEP-Web Tip of the Day

Evernote is a general note taking application that integrates with your browser. You can use it to save entire articles, bookmark articles, take notes, and more. It comes in both a free version which has limited synchronization capabilities, and also a subscription version, which raises that limit. You can download Evernote for your computer here. It can be used online, and there’s an app for it as well.

Some of the things you can do with Evernote:

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Marcinowski (1911). X. Eine kleine Mitteilung. Zentralblatt für Psychoanalyse, 1(12):575.
    

(1911). Zentralblatt für Psychoanalyse, 1(12):575

X. Eine kleine Mitteilung

Marcinowski

Heute früh erlebte ich halb zwischen Traum und Wachen eine sehr hübsche Wortverdichtung. Im Ablauf einer Fülle von kaum erinnerbaren Traum-Bruchstücken stutzte ich gewissermassen über ein Wort, das ich halb wie geschrieben, halb wie gedruckt vor mir sehe. Es lautet: „erzefilisch“ und gehört zu einem Satz, der ausserhalb jedes Zusammenhanges völlig isoliert in mein bewusstes Erinnern hinüberglitt; er lautete: „Das wirkt erzefilisch auf die Geschlechtsempfindung“. Ich wusste sofort, dass es eigentlich „erzieherisch“ heissen solle, schwankte auch einige Male hin und her, ob es nicht richtiger „erzifilisch“ hiesse. Dabei fiel mir das Wort „Syphilis“ ein, und ich zerbrach mir, noch im Halbschlaf zu analysieren beginnend, den Kopf, wie das wohl in meinen Traum hineinkäme, da ich weder persönlich noch von Berufs wegen irgendwelche Berührungspunkte mit dieser Krankheit habe. Dann fiel mir ein „erzehlerisch“, das e erklärend, und zu gleicher Zeit erklärend, dass ich gestern Abend von unserer „Erzieherin“ veranlasst wurde über das Problem der Prostitution zu sprechen, und ich hatte ihr dabei tatsächlich, um „erzieherisch“ auf ihr nicht ganz normal entwickeltes Empfindungsleben einzuwirken, das Buch von Hesse: „Über die Prostitution“ gegeben, nachdem ich ihr mancherlei über das Problem „erzählt“ hatte. Und nun wurde mir auf einmal klar, dass das Wort „Syphilis“ nicht im wörtlichen Sinn zu nehmen sei, sondern für Gift stand, in Beziehung natürlich zum Geschlechtsleben. Der Satz lautet also in der Übersetzung ganz logisch: „Durch meine Erzählung habe ich auf meine Erzieherin erzieherisch auf deren Empfindungsleben einwirken wollen, aber habe die Befürchtung, dass es zu gleicher Zeit vergiftend wirken könne.“

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