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Dide, M. (1914). I. Die Stellung der leidenschaftlichen Idealisten in der Pathologie. Zentralblatt für Psychoanalyse, 4(9-10):472-478.
  

(1914). Zentralblatt für Psychoanalyse, 4(9-10):472-478

Mitteilungen

I. Die Stellung der leidenschaftlichen Idealisten in der Pathologie

M. Dide

Die Leidenschaft ruft, welches auch immer ihr Objekt sei, eine Störung im seelischen Gleichgewichte hervor, und die Handlungen des Individuums werden während ihrer Dauer durch sie bedingt. Das Urteil wird mehr oder weniger vorübergehend inhibiert, und die Lebensgewohnheiten werden nicht mehr durch die Selbstkritik geregelt. Die Geschichte der Verbrechen aus Leidenschaft zeigt dies ja, und der gesunde Menschenverstand empfindet dies so deutlich, dass die Geschworenengerichte in den meisten Fällen, wo ein Verbrechen aus offenbarer Leidenschaft erfolgt, den Verbrecher freisprechen. In den meisten Fällen ist ein passioneller Zustand an bestimmte Ursachen geknüpft, nach deren Schwinden das Individuum sich in einem ziemlich normalen Zustand befindet. Ich sage nicht in einem ganz normalen, denn man müsste noch klarlegen, warum die Leidenschaft sich bis zu dem Mordpunkte entwickeln konnte, während sie bei anderen Individuen keinen dramatischen Epilog hat. Doch kann man theoretisch sich vorstellen, und die klinische Beobachtung hat dies erwiesen, dass ein leidenschaftlicher Zustand sich im Menschen einnisten und organisieren kann. Es handelt sich dann um die sogenannte affektive Systemisierung (in Analogie mit der deliranten Systemisierung, die vornehmlich intellektueller Art ist). Bei der affektiven Systemisierung bleibt die Vorstellung von der äusseren Welt intakt bestehen, ebenso wie die Integrität der Persönlichkeit, doch wird sie eine Kanalisierung der Aktivität in einem ganz bestimmten Sinne bewirken.

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