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(1933). Brief aus Leipzig. Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 7(1):41.

(1933). Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 7(1):41

Brief aus Leipzig

Das Institut für experimentelle Pädagogik und Psychologie — Abteilung des Leipziger Lehrervereins — legt (infolge der wirtschaftlichen Verhältnisse verspätet) seinen Jahres - bericht 1931, erstattet von Alfred Otte, vor. Die Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft hielt unter der Leitung von Hermann Ranft 18 Sitzungen ab, in denen von Frl. Gliese, den Herren Fest, Laudel, Reißmann und Ranft psychoanalytische Literatur referiert wurde. Als Gast hielt W. Fuss (1. Vorsitzender des Instituts) einen Vortrag über die Kinderlüge, der durch psychoanalytische Untersuchungen, insbesondere durch eine Arbeit von H. Deutsch über die „Pathologische Lüge” ergänzt wurde. Im Anschluß daran nahm die Arbeitsgemeinschaft Stellung zu der im Ausschuß für Lebenskunde aufgeworfenen Frage „Sollen den Kindern in der Schule Märchen erzählt werden?” Zugrunde gelegt wurden die einschlägigen Arbeiten von Abraham, Rank, Federn über „Mythos und Märchen”. Entschieden wurde im Sinne von W. Hoffe r: „Kind und Märchen”, Zeitschr. f. psa. Päd., V/31, S. 107ff., und Fritz Wittels: „Die Befreiung des Kindes”. Die Gastvorträge von A. Aich horn, Wien, und verschiedene Fälle von Schwererziehbarkeit fanden eingehende Besprechung. An einem der allgemeinen Diskussionsabende des Instituts sprach Vorstand Aichhorn, Wien, über „Die Psychoanalyse im Dienste des Verwahrlosten”.

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