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Schmaus, M. (1933). Bravheit und neurotische Hemmung. Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 7(3-4):129-139.

(1933). Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 7(3-4):129-139

Bravheit und neurotische Hemmung

Margarethe Schmaus

Mit viereinhalb Jahren kam Rudi in die Montessori-Abteilung eines städtischen Kindergartens. Seine überstarken Hemmungen und die innerhalb zweier Jahre erzielte Besserung soll im folgenden berichtet werden.

Rudi war sehr brav; das aber so sehr, daß gerade dieses für die Erzieherin angenehme Verhalten als nicht normal erkannt werden mußte. Die ersten drei Wochen, die er im Kindergarten verbrachte, rührte er nichts an, nahm an keinerlei Spiel oder Beschäftigung teil, jedoch die notwendigen „Pflichten” erfüllte er anstandslos, wie etwa das Essen. Bald fiel mir auf, daß er nie mehr als seine Portion aß, aber auch nie weniger — er aß auch nie mit besonderer Lust sondern so, wie man eine gleichgültige Pflicht erfüllt.

Sein gewöhnlicher Platz war das Fensterbankerl, ein etwas isolierter Ort, den er nur verließ, wenn man ihn zum Essen aufforderte oder wenn alle das Zimmer verließen, um in den Spielsaal zu gehen. Dann kam er nach, setzte sich auch dort abseits und schaute den Spielen der anderen ohne Zeichen besonderer Teilnahme zu.

Er war freilich nicht ganz allein; Lotte, eine zeitweise recht lebhafte Vierjährige, saß oft bei ihm. Es verband ihn aber kein inniger Kontakt mit ihr; sie wohnten zwar im gleichen Haus, waren aber nur flüchtig bekannt, waren nie Spielgenossen. Er sprach mit ihr so wenig wie mit den anderen, mit Erwachsenen nur, wenn er gefragt wurde.

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