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PEP-Web Tip of the Day

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Bibring-Lehner, G. (1933). Über die phallische Phase und ihre Störungen beim Mädchen: Nach einem am Wiener psychoanalytischen Lehrinstitut im Sommersemester 1932 gehaltenen Kursvortrag. Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 7(3-4):145-152.

(1933). Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 7(3-4):145-152

PSYCHOANALYTISCHE THEORIE

Über die phallische Phase und ihre Störungen beim Mädchen: Nach einem am Wiener psychoanalytischen Lehrinstitut im Sommersemester 1932 gehaltenen Kursvortrag

Grete Bibring-Lehner

Lange Zeit hindurch galt für die psychoanalytische Forschung der Abschnitt zwischen dem Beginn der phallischen Phase und dem Ausgang der Ödipussituation beim kleinen Mädchen als nicht ganz verständlich. Man behalf sich, soweit es ging, mit Analogieschlüssen aus der Entwicklung des Knaben, doch zeigte es sich, daß diese Methode eher die vorhandenen Probleme verdeckte, als sie zu beleuchten. Erst die Ergebnisse der Forschung ungefähr des letzten Jahrzehnts brachten eine Reihe von entscheidenden Erkenntnissen, die zum eigentlich nicht überraschenden Schluß führten, daß die Entwicklung des Mädchens von der des Knaben an einigen Punkten wesentlich abweicht. Heute verfügen wir schon über so mannigfache Einsichten in diesen dunklen Abschnitt der weiblichen Geschichte, daß es nützlich erscheinen mag, eine zusammenfassende Darstellung der aufgeworfenen Probleme zu versuchen. Dieser Absicht soll der vorliegende Aufsatz dienen, wobei jedoch betont werden muß, daß die notwendige Vereinfachung in der Darstellung des komplizierten Materials eine mehr oder weniger starke Vernachlässigung gewisser an sich interessanter und wichtiger Auffassungen gerechtfertigt erscheinen läßt.

Wir wissen, daß die kindliche Sexualorganisation zuerst eine orale Stufe durchläuft, in der der Mund das lustspendende Organ ist, das an allen libidinösen Beziehungen zur Außenwelt mit seiner Erregung beteiligt ist. Als nächste deutlich differenzierte Sexualstufe kennen wir die anal-sadistische. In ihr ist der Darm und sein Endausgang das Zentrum der Sexualerregung, das anale Produkt — die Exkremente — spielt eine besonders gewertete Rolle in der Liebesbeziehung zwischen dem Kind und seiner Umgebung, es wird als Geschenk an die geliebte Person geschätzt, es wird trotzig zurückgehalten oder hergegeben, je nachdem, ob das Kind die Lust der Darmreizung höher schätzt oder die Liebe seiner erziehenden Umwelt, die vom Kind das Opfer der Reinlichkeit verlangt und es dafür ihrerseits belobt und liebt. Die nächste, dritte Stufe, auf der abermals eine Zusammenfassung der vielfachen libidinösen Strebungen des Kindes unter der Führung eines bestimmten Organes erfolgt, ist die sogenannte phallische.

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