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Pensimus, K. (1933). Folgen der Entrechtung. Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 7(5-6):233-242.

(1933). Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 7(5-6):233-242

Folgen der Entrechtung

Karoline Pensimus

Robert kam anfangs September in meine Kindergartengruppe. Er machte den Eindruck eines scheuen, verängstigten Jungen, der für seine viereinhalb Jahre physisch nicht auf der Höhe war. Die ersten zwei Wochen verliefen ohne nennenswert störende Zwischenfälle. Morgens — wir hatten noch Gartenbetrieb — schlich er sich, mit den Füßen den Kies vor sich herschiebend und teilweise immer von Baumstämmen gedeckt, mit gesenktem Kopf auf seinen Platz und nahm, ohne von mir Notiz zu nehmen, eine vollständig passive Haltung an. Seine Augen zeigten dabei einen starren abwesenden Blick und wenn ein Kind sich vergaß und ihn zu einem Spiel aufforderte oder auch nur eine Frage an ihn stellte, so bekam es eine ziemlich derbe Abfuhr, die sich meist in einem Stoß äußerte. Sein kleiner „Freund”, der zu gleicher Zeit mit ihm eingetreten war, sonderte sich schon am zweiten Tag seiner Anwesenheit von ihm ab. Wenn Robert aus seiner Passivität heraustrat, so war es nur um zu stören oder die Arbeiten der Kinder zu zerstören. Dies geschah mit den Füßen; die Hände hingen dabei schlaff herab, der Kopf war vornübergebeugt, die Lippen waren aufgeworfen, so zerstörte er mit schlendernden Füßen die Kunstwerke aus Sand oder warf so im Vorübergehen einen Sessel um, der eben eine Lokomotive dargestellt hatte. Dabei sprach er kein Wort, ließ auch Einladungen unbeantwortet, obwohl ich vorangegangene Äußerungen als Annäherungsversuche hätte auslegen können.

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