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Kulovesi, Y. (1928). Der Raumfaktor in der Traumdeutung. Almanach der Psychoanalyse, 3:117-119.

(1928). Almanach der Psychoanalyse, 3:117-119

Der Raumfaktor in der Traumdeutung

Yrjö Kulovesi

Aus der „Internationalen Zeitsehrift für Psychoanalyse“, Bd. XIII (1927).

In einigen Traumanalysen, von denen ich unten zwei Beispiele darstellen werde, habe ich die Tatsache bemerkt, daß im Unbewußten mit den erlebten Ereignissen auch deren räumliche Verhältnisse treu aufbewahrt werden, und daß die Traumarbeit diese Raumverhältnisse unverändert wiederholen kann. Mit anderen Worten: der manifeste Traum und der latente Traum liegen auf derselben topographischen Basis. Die Traumarbeit verdichtet große, bisweilen sehr große räumliche Verhältnisse in die kleineren Maße der Traumszene. Jedoch werden auch in dieser kleineren Szene die räumlichen Richtungen und das Verhältnis der Abstände zueinander aufbewahrt.

Auf Grund des Materials, das mir vorlag, um diese seelische Gesetzmäßigkeit zu untersuchen, wäre es verfrüht zu sagen, daß dies Phänomen allgemein und bei allen Leuten anzutreffen wäre. Vielleicht ist es möglich, daß diese Erscheinung nur für solche Träumer wesentlich ist, denen ein Denken in Raumverhältnissen eigen ist. Wo aber diese Tatsache ganz offenbar ist, wie in den unten dargestellten Beispielen, spürt es der Patient selbst lebhaft und kann sich seine Traumszene in anderen räumlichen Verhältnissen überhaupt nicht vorstellen. Abgesehen von ihrer theoretischen Bedeutung für unsere Kenntnis von einer besonderen Bedingung der unbewußten Traumarbeit, ist dieser Befund auch von praktischer Bedeutung für die Psychoanalyse. Er gibt erstens ein Hilfsmittel in die Hand, welches die Richtigkeit eines aufgedeckten Zusammenhanges bestätigt, und zweitens gewinnt man durch die Genauigkeit der räumlichen Verhältnisse neue Ausgangspunkte für in die Tiefe führende Assoziationen des Patienten.

Das Phänomen wird am besten durch Beispiele beleuchtet:

I Beispiel

Der Patient träumt, daß er mit seiner Frau von der Seite aus zuschaut, wie ein fremder Mann sein (des Pat.) Pferd, das sich aus den Seilen losgerissen hatte, wieder an den Wagen spannt.

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