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Rado, S. (1936). Eine ängstliche Mutter: Beitrag zur Analyse des Ichs. Almanach der Psychoanalyse, 11:59-68.
    

(1936). Almanach der Psychoanalyse, 11:59-68

Eine ängstliche Mutter: Beitrag zur Analyse des Ichs

Sandor Rado

Aus „Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse“, Bd. XIII, 1927.

Es war auf dem Strand eines kleinen und stillen Seebades. Eines Tages tauchte in der Nähe meines Liegeplatzes eine junge Mutter mit ihrem etwa fünfjährigen Knaben auf. Sie waren Fremde, ich habe auch später nicht ihre persönliche Bekanntschaft gemacht, blieb aber Wochen hindurch unfreiwilliger Augen- und Ohrenzeuge ihres Verhaltens. Der Kleine benahm sich nicht anders als die anderen Kinder, die den Strand bevölkerten. Er spielte im Sand, lief herum, holte aus dem Meer in kleinen Gefäßen Wasser zu seinen Burgbauten usw. Die Mutter ruhte auf einem Liegestuhl, las dann und wann ein Buch oder eine Zeitung, sonst verbrachte sie die Zeit mit Handarbeiten. Sie war dabei meistens in ihre Phantasien versunken und plauderte nur gelegentlich ein bißchen mit den anderen Frauen. Aber was immer sie auch tat, sie merkte alle paar Minuten ängstlich auf, suchte mit ihrem besorgten Blick den Knaben, und wenn sie ihn nicht sofort erhaschen konnte, begann sie verzweifelt nach ihm zu rufen: „Ma-a-a-ssimo, Ma-a-a-ssimo.“ Hatte sich der Knabe gerade einige Schritte weit von ihr entfernt oder hielt er sich gar am Rande des Wassers auf, — weiter ging er nie, denn er war offensichtlich wasserscheu, — dann sprang sie auf, rannte nach ihm, packte seinen Arm und schleppte ihn wieder zu sich zurück.

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