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Mion, C.C. (2007). Der Fremde. Int. Psychoanalyse, 2:42-67.

(2007). Internationale Psychoanalyse, 2:42-67

Der Fremde Language Translation

Carmen C. Mion

»… in einem Universum, das plötzlich der Illusionen und des Lichts beraubt ist, fühlt der Mensch sich fremd. Aus diesem Exil gibt es keine Rückkehr, da es der Erinnerungen an eine verlorene Heimat oder der Hoffnung auf ein gelobtes Land beraubt ist.«

Der Mythos des Sisyphos, Camus (1942)

Einleitung

Pedro war der erste Patient, bei dem mir ein Phänomen auffiel, das mir dann noch bei zwei weiteren Patienten begegnete. Sie träumten in einer bestimmten Phase ihrer Analyse die Ereignisse einer Sitzung, konnten diese Träume auch erinnern und berichten, aber anscheinend mit diesem Material überhaupt nichts anfangen. Auch hatten sie keine Einfälle zu diesen Träumen, unabhängig davon, ob diese während des Schlafs oder im Wachzustand entstanden waren. Mit diesen Träumen war keine für mich wahrnehmbare emotionale Bewegung verbunden, und sie ergaben für die Patienten keinerlei Sinn.

Diese Patienten fanden es zwar außerordentlich wichtig, dass ich ihnen zuhörte, interessierten sich aber nicht dafür, was ich vielleicht dazu sagen könnte. Wenn ich eine Deutung zu geben versuchte, reagierten sie bestenfalls leicht irritiert oder schwiegen einfach. Ich hatte jedoch immer den Eindruck, dass es sich bei den von mir beobachteten Phänomenen um etwas anderes als die von Bion beschriebene Umkehrung der Alphafunktion und des Beta-Schirms handelte, da sie nicht wie die sonst daraus hervorgehenden bizarren Objekte Spuren von Ich und Über-Ich aufwiesen und auch nicht projektiv eingesetzt wurden, wie ich in einer früheren Arbeit dargelegt habe (Mion 1997). Die Patienten sprachen über die Ereignisse in der Sitzung wie über einen Traum oder ein Stück Dichtung, das spontan wie eine Psychographie aufgetaucht war.

Hypothesen entstehen aus dem menschlichen Bedürfnis heraus, in einem Universum verstreuter und unverbundener Elemente so etwas wie Harmonie und Wissen zu entdecken.

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