Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To refine your search with the author’s first initial…

PEP-Web Tip of the Day

If you get a large number of results after searching for an article by a specific author, you can refine your search by adding the author’s first initial. For example, try writing “Freud, S.” in the Author box of the Search Tool.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Kaplan, S. (2007). Kinder im Völkermord: Extreme Traumatisierung und der >Affektpropeller<. Int. Psychoanalyse, 2:207-240.

(2007). Internationale Psychoanalyse, 2:207-240

III Aus der Forschung

Kinder im Völkermord: Extreme Traumatisierung und der >Affektpropeller< Language Translation

Suzanne Kaplan

Einleitung

Es gibt mittlerweile ein wachsendes Interesse an interdisziplinären Aspekten bei dem Versuch, die Ursachen von Völkermorden sowie deren Konsequenzen für die Traumatisierten zu verstehen. Studien über die Affektregulierung der Opfer und insbesondere über die psychischen Erfahrungen von Kindern im Anschluss an Völkermorde sind jedoch bis heute innerhalb der Forschung unterrepräsentiert.

Von der »Survivors of the Shoah Visual History Foundation« wurden mit Video aufgenommene Tiefeninterviews durchgeführt. Als Koordinatorin für dieses Projekt in Schweden ist dieses Archiv für mich eine einmalige Forschungsressource. Mein Ziel ist es, für die psychologischen Phänomene in den Lebensgeschichten von Überlebenden, die während der Völkermorde Kinder gewesen waren, Indikatoren zu finden und zu analysieren. Sowohl durch meine Arbeit in der psychoanalytischen Praxis wie durch meine Forschungen im Rahmen einer interdisziplinären universitären Abteilung hoffe ich, das Wissen über Kinder und Extremtraumatisierungen erweitern zu können.

Geweckt wurde mein Interesse, als ich mit zwei Frauen, die den Holocaust überlebt hatten, Tiefeninterviews durchführte. Beide waren zum Zeitpunkt der Besetzung ihrer Vaterländer acht Jahre alt gewesen. Bei der Frage, ob sie Kinder haben wollten oder nicht, schien die Traumatisierung ein zentraler Faktor zu sein, denn sie sorgten aktiv dafür, selbst keine Kinder zu bekommen. Eine von ihnen, Anna, sagte mit lauter Stimme: >Ich habe zweimal abgetrieben, weil ich selbst ein Kind war.<

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.