Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To keep track of most cited articles…

PEP-Web Tip of the Day

You can always keep track of the Most Cited Journal Articles on PEP Web by checking the PEP Section found on the homepage.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Mango, E.G. (2015). Jean-Bertrand Pontalis, ein Denker der Psychoanalyse. Int. Psychoanalyse, 10:157-166.

(2015). Internationale Psychoanalyse, 10:157-166

Jean-Bertrand Pontalis, ein Denker der Psychoanalyse Language Translation

Edmundo Gómez Mango, Dr. med.

Sieben Jahre vor Jean-Bertrand Pontalis’ Tod wollten ihn seine engsten Freunde in einem angemessenen Rahmen würdigen und kamen zusammen, um ihn und sein Lebenswerk zu feiern. Während einer Woche im September 2006 fand eine Konferenz statt, an der eine Vielzahl von Psychoanalytikern, Dichtern, Schriftstellern, Essayisten, Kunstkritikern und -historikern teilnahm. Der Konferenzort, das Centre Culturel International de Cerisy in der Normandie, ist eine renommierte Adresse in der französischen Kulturlandschaft. Unter dem Titel Le royaume intermédiaire (»Das Zwischenreich«, Pontalis, 2007) - einem Begriff Freuds, den Pontalis ganz besonders schätzte - wurden die dort gehaltenen Vorträge später publiziert.

Der Bereich des Intermediären - Freuds Zwischenreich -- bezieht sich zunächst auf den Kern der psychoanalytischen Erfahrung: den Bereich »zwischen Krankheit und wirklichem Leben«, der sich durch die Übertragung bildet. Die sehr persönliche Erfahrung der Psychoanalyse ließ J.-B. Pontalis niemals los. Er hörte nie auf, diesen Zwischenbereich zu bewohnen und zu erforschen oder andere Bereiche des »Dazwischen« oder »In-Zwischen« zu durchqueren, Begriffe, die er in seinen Schriften immer wieder verwendete. Entre le rěve et la douleur (1977; dt. Zwischen Traum und Schmerz, 2003) ist zum Beispiel der Titel eines seiner Bücher. Oft hielt er sich im Zwischenbereich von Psychoanalyse und Literatur auf oder auch in der Kunst, zwischen halluzinatorischer Wunscherfüllung und wirklichem Leben, zwischen der Sprache und den Dingen. Er war ein »Fährmann«, der zum Überwinden von Grenzen aufforderte und sich von den Randgebieten der Psychoanalyse angezogen fühlte, wo diese mit anderen Geisteswissenschaften in einen fruchtbaren Dialog treten könnte.

Er verabscheute, was er »Hausarrest« zu nennen pflegte, lieber machte er sich in Richtung von terrae incognitae auf.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.