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Edwards, J. (2015). Im Sand der Zeit: Nachdenken über Trauer und Melancholie angesichts des Dokumentarfilms Nostalgia de la luz - Heimweh nach den Sternen (2010). Int. Psychoanalyse, 10:233-244.

(2015). Internationale Psychoanalyse, 10:233-244

Im Sand der Zeit: Nachdenken über Trauer und Melancholie angesichts des Dokumentarfilms Nostalgia de la luz - Heimweh nach den Sternen (2010) Language Translation

Judith Edwards, Dr. phil.

Filme sind deshalb so bedeutsam, weil sie die Möglichkeit eröffnen, ähnliche Gebiete wie jene, die ein Psychoanalytiker untersucht, in einem anderen Medium zu erforschen. Das mächtige Zusammenwirken von Bildern und Musik kann eine zusätzliche Dimension schaffen, die mit Worten allein nicht erreichbar ist. Einen Film in einem dunklen Raum zusammen mit anderen Menschen anzuschauen, wie wir es ja normalerweise tun, ist eine spezielle Erfahrung, weil dabei sowohl individuelle als auch kollektive Assoziationen und Gemütszustände aufkommen. Es fallen uns Assoziationen zu klinischem Material, aber auch zu persönlichen Erfahrungen ein. Unklar ist, wie viel von unserer Erfahrung wir in den Film hineinprojizieren und wie viel wir umgekehrt aus dem Film und den Erfahrungen der anderen ziehen.

Der Dokumentarfilm Nostalgia de la luz (2010) von Patricio Guzmán, einem der wichtigsten chilenischen Filmemacher, spielt 3048 Meter über dem Meeresspiegel in der Atacama-Wüste von Chile. Sicher hat er die Zuschauer in seinem Heimatland ebenso wie mich dazu angeregt, anders über den Unterschied zwischen Trauer, Melancholie, gescheiterter Trauer und darüber, wie man zwischen diesen Zuständen unterscheiden könnte, nachzudenken. Dieser Text ist keine »Filmrezension« im klassischen Sinn: Ähnlich wie ein Filmemacher habe ich ein übergeordnetes Thema gewählt. Denn ähnlich wie bei einem Film gibt es auch bei jeder Rezension ein Zusammenwirken mit den bewussten und unbewussten Vorurteilen des Zuschauers.

In der Eröffnungsszene sieht man, wie ein altes deutsches Teleskop mühsam zusammengebaut wird, man sieht seine sich quietschend drehenden Eisenräder und Messingzähne. Als er noch ein Kind war, erklärt der Regisseur, sei dieses Gerät genutzt worden, um in die Sterne zu schauen.

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