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Flanders, S. (2016). Über Piera Aulagniers »Geburt eines Körpers, Ursprung einer Geschichte«. Int. Psychoanalyse, 11:53-72.

(2016). Internationale Psychoanalyse, 11:53-72

Über Piera Aulagniers »Geburt eines Körpers, Ursprung einer Geschichte« Language Translation

Sara Flanders, Ph.D.

Aulagnier zu lesen ist nicht einfach. Sie dehnt die Grenzen des psychoanalytischen Diskurses in unerwartete und ambitionierte Richtungen aus. So leitet sie zum Beispiel das Vorwort zu ihrer Studie über früheste psychische Erfahrungen mit einem Diskurs über den Stellenwert des Körpers in der religiösen und in der wissenschaftlichen Tradition ein und weist darauf hin, dass die Psychoanalyse, obwohl Teil der letzteren, Verbindungen zu einem religiösen Diskurs hat, in dem die Bedeutung der Erfahrung des Körpers im Verhältnis zum Begehren interpretiert wird. Manchmal scheint sie sich selbst am Rand eines religiösen Diskurses zu bewegen, in dem sich ihr flüchtiger Gegenstand widerspiegelt - die Ursprünge der persönlichen Geschichte, die imaginierte Erfahrung des neugeborenen Babys.

International am bekanntesten durch ihr von der IPA [ins Englische, Anm.d. Ü.] übersetztes Buch La violence d'interpretation schreibt Aulagnier von einer Position aus, die tief in der französischen psychoanalytischen Tradition verwurzelt ist. Sie ist gleichermaßen originell und eigenwillig: Sie steht für sich. Innerhalb der politischen und theoretischen Umbrüche, die die Geschichte der französischen Psychoanalyse charakterisieren (Birkstedt-Breen, Flanders & Gibeault, 2010), war sie eine namhafte Akteurin. Elemente dieser Geschichte sind in vielen ihrer Ausführungen im vorliegenden Aufsatz offenkundig (auch wenn sie selten Fußnoten oder Zitate anderer Autoren benutzt, um auf eine Übereinstimmung mit ihrer eigenen Position hinzuweisen oder einer bestimmten Argumentation zu widersprechen). Diese Tradition und ihre Position darin werden bei ihrer französischen Leserschaft, für die der Artikel geschrieben ist, als ganz selbstverständlich bekannt vorausgesetzt. Aulagnier setzt sie mit ihren eigenen Beobachtungen fort und benutzt dabei oft eigene Wortschöpfungen, um etwas von ihr neu Identifiziertes zu bezeichnen. Der Aufsatz zeigt eine fundierte Bezugnahme auf das Werk Freuds.

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