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Civitarese, G. (2017). Über die Sublimierung. Int. Psychoanalyse, 12:73-103.

(2017). Internationale Psychoanalyse, 12:73-103

Über die Sublimierung Language Translation

Giuseppe Civitarese, M.D., Ph.D.

Im aktuellen theoretischen Diskurs taucht die Sublimierung nur selten auf, obwohl sie Freuds Theorie der Kunst enthält. Zudem ist dem Begriff von Anfang an eine gewisse begriffliche Unschärfe eigen. Nutzt die Sublimierung sexualisierte oder desexualisierte Triebenergie? Dient sie der Abwehr oder ist sie eine Alternative zur Abwehr? Dient sie Eros oder dem Todestrieb? Ist sie in der klinischen Arbeit von Nutzen oder nicht? Die einzige, wenn auch unsichere Definitionshilfe liegt darin, dem äußeren Kriterium einer konkreten künstlerischen Realisierung zu vertrauen. Der Autor versucht in dieser Arbeit, die Sublimierung im Licht bestimmter Prinzipien der vorromantischen Ästhetik des Erhabenen wieder aufzunehmen und möglicherweise »neu zu erfinden«. In beiden Theorien geht es darum, in höhere geistige Sphären zu gelangen, mit anderen Worten, hin zu abstrakterem Denken und »ethischmoralischem« Empfindungsvermögen; beide versuchen, das Geheimnis ästhetischer Erfahrung zu erfassen. Einerseits bietet die Ästhetik des Erhabenen (bzw. des Sublimen) einen modernen Mythos an, der eine Reihe von Faktoren zu benennen hilft, die nach Auffassung verschiedener Autoren für die Sublimierung konstitutiv sind, ohne dass sie bisher in einen einheitlichen Bezugsrahmen eingefügt werden konnten: Verlust und frühe Trauerarbeit; ein frühzeitig wirksamer katastrophischer Faktor, den man, je nach Situation, entweder als traumatisch oder ganz einfach als »negativ« ansehen kann; dieser Faktor geht mit einem Prozess der somato-psychischen Kategorisierung einher, die der Subjektivität entspricht. Andererseits hilft uns dieser Mythos, die Erfahrung negativer Lust empathisch zu erfassen und selbst »von innen heraus« zu erleben.

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