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Power, D. (2017). Die Verwendung der Analytikerin als autistische Empfindungsform. Int. Psychoanalyse, 12:181-210.

(2017). Internationale Psychoanalyse, 12:181-210

Die Verwendung der Analytikerin als autistische Empfindungsform Language Translation

Dolan Power, Ph.D.

In diesem Beitrag beschreibe ich anhand detaillierten klinischen Materials die Herausforderungen in der Arbeit mit Patienten, die verwickelte autistische Schutzmechanismen einsetzen. Ich beschreibe die schwierige Behandlung einer Patientin, die autistische Verwicklung zur Abwehr einsetzte und meine Stimme benutzte, um den Zustand einer undifferenzierten Zwei-Einheit aufrechtzuerhalten. Um die Panik vor dem Gewahr-Werden der Getrenntheit abzumildern, griff meine Patientin in ihrem Streben nach dieser Zwei-Einheit zu sehr konkreten Mitteln: Sie bat mich eindringlich, ihre Briefe vorzulesen, die sie mir zwischen den Sitzungen schrieb. Diese Variante der autistischen Abwehr setzte meine analytische Denkfähigkeit sehr unter Druck, sodass auch ich selbst in meinen Reaktionen auf die Patientin immer konkreter wurde. Die Fähigkeit der Analytikerin, einen Denkraum für sich und ein Gefühl für Getrenntheit zurückzuerobern, hängt entscheidend davon ab, dass sie sich wieder in ihrer eigenen körperlichen Erfahrung erden kann. Das ist jedoch nur der erste Schritt in einem Trennungsprozess, den die Analytikerin durchlaufen muss, um sich dem machtvollen Druck zur Verschmelzung in der Zwei-Einheit zu entziehen. Handlungsdeutungen (Ogden, 1994) waren ein wirksames Mittel und machten mir deutlich, wie wichtig es ist, in mir selbst einen inneren Raum zu schaffen und zu tolerieren und dadurch einen Prozess anzustoßen, der allmählich auch in der Patientin einen solchen Raum entstehen lässt. Zuvor war ihr dieser Raum verschlossen, um mit primitiven Vernichtungsängsten umgehen zu können. Wenn sich eine Patientin in einem verwickelten autistischen Rückzug verfangen hat, erreichen Worte sie nicht auf einem symbolischen Niveau, sondern werden in erster Linie als Angriff auf das Bedürfnis nach Zwei-Einheit mit der Analytikerin erlebt. Eine Patientin, die darauf angewiesen ist, sich in einer auf Sinneswahrnehmungen basierenden Welt der Zwei-Einheit geborgen zu fühlen, zieht diese Welt derjenigen der gesprochenen Worte vor, in der psychische Getrenntheit deutlich zu werden droht. Im Grunde gibt es in diesen Fällen kein Ich, das sprechen könnte, sondern nur ein amorphes, undefiniertes Selbst. Ich glaube, dass es bei bestimmten Patientinnen notwendig sein kann, zunächst selbst das analytische Denken zu verlieren, um es sich dann wieder zu erarbeiten, wie ich es im Fall Linda eindrücklich beschrieben habe. Wie vollständig Linda die Verbindung zur Basis ihrer Erfahrungen verloren hatte, konnte erst allmählich angesprochen werden, als ich daran arbeitete, mich aus unserem »Ritt auf dem fliegenden Teppich« der Zwei-Einheit zu lösen, indem ich wieder Verbindung mit der Realität meines eigenen Körpererlebens aufnehmen konnte und begann, meine entsetzliche Angst angesichts meiner Getrenntheit von Linda zu ertragen. Ich beschreibe auch das verwirrende Hin- und Herpendeln zwischen verwickelten und abgekapselten Abwehrformen bei Patienten wie Linda, wie von Cohen und Jay (1996) kürzlich beschrieben. Schlussendlich verhalf diese Art des langsamen, schwierigen analytischen Arbeitens Linda dazu, Denkfähigkeit und eine Alternative zur toten Welt ihrer autistischen Schutzmechanismen zu entwickeln.

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