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Freud, S. (1905). DREI ABHANDLUNGEN ZUR SEXUALTHEORIE: III. DIE UMGESTALTUNGEN DER PUBERTĂ„T. GESAMMELTE WERKE: V, 108-131.

Freud, S. (1905). [GWE108a1]DREI ABHANDLUNGEN ZUR SEXUALTHEORIE. GESAMMELTE WERKE: V, 108-131

[GWE108a1]DREI ABHANDLUNGEN ZUR SEXUALTHEORIE: III. DIE UMGESTALTUNGEN DER PUBERTÄT Book Information Previous Up Next

Sigm. Freud

[GWE108a2]Mit dem Eintritt der Pubertät setzen die Wandlungen ein, welche das infantile Sexualleben in seine endgültige normale Gestaltung überführen sollen. Der Sexualtrieb war bisher vorwiegend autoerotisch, er findet nun das Sexualobjekt. Er betätigte sich bisher von einzelnen Trieben und erogenen Zonen aus, die unabhängig voneinander eine gewisse Lust als einziges Sexualziel suchten. Nun wird ein neues Sexualziel gegeben, zu dessen Erreichungalle Partialtriebe zusammenwirken, während die erogenen Zonen sich dem Primat der Genitalzone unterordnen. Da das neue Sexualziel den beiden Geschlechtern sehr verschiedene Funktionen anweist, geht deren Sexualentwicklung nun weit auseinander. Die des Mannes ist die konsequentere, auch unserem Verständnis leichter zugängliche, während beim Weibe sogar eine Art Rückbildung auftritt. Die Normalität des Geschlechtslebens wird nur durch das exakte Zusammentreffen der beiden auf Sexualobjekt und Sexualziel gerichteten Strömungen, der zärtlichen und der sinnlichen, gewährleistet, von denen die erstere in sich faßt, was von der infantilen Frühblüte der Sexualität erübrigt. Es ist wie der Durchschlag eines Tunnels von beiden Seiten her.

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