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Freud, S. (1910). ZUR EINLEITUNG DER SELBSTMORD-DISKUSSION. SCHLUSSWORT. GESAMMELTE WERKE: VIII, 62-63.

Freud, S. (1910). [GWH62a1]ZUR EINLEITUNG DER SELBSTMORD-DISKUSSION. SCHLUSSWORT. GESAMMELTE WERKE: VIII, 62-63

[GWH62a1]ZUR EINLEITUNG DER SELBSTMORD-DISKUSSION. SCHLUSSWORT Book Information Previous Up Next Language Translation

Sigm. Freud

[GWH62a2]Meine Herren! Sie haben alle mit hoher Befriedigung das Plaidoyer des Schulmannes gehört, der die ihm teure Institution nicht unter dem Drucke einer ungerechtfertigten Anklage lassen will. Ich weiß aber, Sie waren ohnedies nicht geneigt, die Beschuldigung, daß die Schule ihre Schüler zum Selbstmord treibe, leichthin für glaubwürdig zu halten. Lassen wir uns indes durch die Sympathie für den Teil, dem hier unrecht geschehen ist, nicht zu weit fortreißen. Nicht alle Argumente des Herrn Vorredners erscheinen mir stichhaltig. Wenn die Jugendselbstmorde nicht bloß die Mittelschüler, sondern auch Lehrlinge u. a. betreffen, so spricht dieser Umstand an sich die Mittelschule nicht frei; er erfordert vielleicht die Deutung, daß die Mittelschule ihren Zöglingen die Traumen ersetzt, welche andere Ado-leszenten in ihren anderen Lebensbedingungen finden. Die Mittelschule soll aber mehr leisten, als daß sie die jungen Leute nicht zum Selbstmord treibt; sie soll ihnen Lust zum Leben machen und ihnen Stütze und Anhalt bieten in einer Lebenszeit, da sie durch die Bedingungen ihrer Entwicklung genötigt werden, ihren Zusammenhang mit dem elterlichen Hause und ihrer Familie zu lockern. Es scheint mir unbestreitbar, daß sie dies nicht tut, und daß sie in vielen Punkten hinter ihrer Aufgabe zurückbleibt, Ersatz für die Familie zu bieten und Interesse für das Leben draußen in der Welt zu erwecken.

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