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Freud, S. (1910). DIE PSYCHOGENE SEHSTĂ–RUNG IN PSYCHO-ANALYTISCHER AUFFASSUNG. GESAMMELTE WERKE: VIII, 94-102.

Freud, S. (1910). [GWH94a1]DIE PSYCHOGENE SEHSTÖRUNG IN PSYCHO-ANALYTISCHER AUFFASSUNG. GESAMMELTE WERKE: VIII, 94-102

[GWH94a1]DIE PSYCHOGENE SEHSTÖRUNG IN PSYCHO-ANALYTISCHER AUFFASSUNG Book Information Previous Up Next Language Translation

Sigm. Freud

[GWH94a2]Meine Herren Kollegen! Ich möchte Ihnen an dem Beispiel der psychogenen Sehstörung zeigen, welche Veränderungen unsere Auffassung von der Genese solcher Leiden unter dem Einflusse der psychoanalytischen Untersuchungsmethode erfahren hat. Sie wissen, man nimmt die hysterische Blindheit als den Typus einer psychogenen Sehstörung an. Die Genese einer solchen glaubt man nach den Untersuchungen der französischen Schule eines Charcot, Janet, Binet zu kennen. Man ist ja imstande, eine solche Blindheit experimentell zu erzeugen, wenn man eine des Somnambulismus fähige Person zur Verfügung hat. Versetzt man diese in tiefe Hypnose und suggeriert ihr die Vorstellung, sie sehe mit dem einen Auge nichts, so benimmt sie sich tatsächlich wie eine auf diesem Auge Erblindete, wie eine Hysterika mit spontan entwickelter Sehstörung. Man darf also den Mechanismus der spontanen hysterischen Sehstörung nach dem Vorbild der suggerierten hypnotischen konstruieren. Bei der Hysterika entsteht die Vorstellung, blind zu sein, nicht aus der Eingebung des Hypnotiseurs, sondern spontan, wie man sagt, durch Autosuggestion, und diese Vorstellung ist in beiden Fällen so stark, daß sie sich in Wirklichkeit umsetzt, ganz ähnlich wie eine suggerierte Halluzination, Lähmung und dergleichen.

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