Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To access “The Standard Edition” of Freud’s work…

PEP-Web Tip of the Day

You can directly access Strachey’s The Standard Edition of the Complete Psychological Works of Sigmund Freud through the Books tab on the left side of the PEP-Web screen.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Freud, S. (1910). BEISPIELE DES VERRATS PATHOGENER PHANTASIEN BEI NEUROTIKERN. GESAMMELTE WERKE: VIII, 228-228.

Freud, S. (1910). [GWH228a1]BEISPIELE DES VERRATS PATHOGENER PHANTASIEN BEI NEUROTIKERN. GESAMMELTE WERKE: VIII, 228-228

[GWH228a1]BEISPIELE DES VERRATS PATHOGENER PHANTASIEN BEI NEUROTIKERN Book Information Previous Up Next Language Translation

Sigm. Freud

[GWH228a2]

A)   [GWH228a3]Ich sah kürzlich einen etwa zwanzigjährigen Kranken, der ein unverkennbares, auch von anderer Seite agnosziertes Bild einer Dementia praecox (Hebephrenie) bot. In den Anfangsstadien des Leidens hatte er periodischen Stimmungswechsel gezeigt, eine erhebliche Besserung erreicht und wurde in einem solchen günstigen Zustand von den Eltern aus der Anstalt geholt und durch etwa eine Woche zur Feier seiner vermeintlichen Herstellung mit allerlei Vergnügungen regaliert. An diese Festwoche schloß sich die Verschlimmerung unmittelbar an. In die Anstalt zurückgebracht, erzählte er, der konsultierende Arzt habe ihm den Rat gegeben, “mit seiner Mutter etwas zu kokettieren”. Es ist nicht zweifelhaft, daß er in dieser wahnhaften Erinnerungstäuschung der Erregung Ausdruck gegeben, welche durch das Beisammensein mit der Mutter in ihm hervorgerufen wurde, und die der nächste Anlaß seiner Verschlimmerung war.

B)   [GWH228a4]Vor länger als zehn Jahren, zu einer Zeit, da die Ergebnisse und Voraussetzungen der Psychoanalyse nur wenigen Personen vertraut waren, wurde mir von verläßlicher Seite folgender Vorfall berichtet. Ein junges Mädchen, Tochter eines Arztes, war an Hysterie mit lokalen Symptomen erkrankt; der Vater verleugnete die Hysterie und ließ verschiedene somatische Behandlungen einleiten, die wenig Nutzen brachten. Eine Freundin stellte einmal an die Kranke die Frage: Haben Sie denn noch nie daran gedacht, den Dr. F. zu Rate zu ziehen? Darauf antwortete die Kranke: Wozu sollte ich das tun? Ich weiß ja, er würde mich fragen: Haben Sie schon die Idee gehabt, mit Ihrem Vater geschlechtlich zu verkehren? — Ich halte es für überflüssig, ausdrücklich zu versichern, daß ich eine solche Fragestellung weder damals geübt habe noch heute übe. Man wird aber aufmerksam darauf, daß gerade vieles, was die Patienten als Äußerungen oder Handlungen der Ärzte erzählen, als Verrat ihrer eigenen pathogenen Phantasien verstanden werden darf.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.