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Teller, F. (1917). Musikgenuß und Phantasie. Imago, 5(1):8-15.

(1917). Imago, 5(1):8-15

Musikgenuß und Phantasie

Frieda Teller

Vor kurzem habe ich in einem Aufsatz: «Ein Beitrag zur Psychologie des Musikhörens» versucht, dem bisher wiederholt erörterten Problem, worin die Beziehungen der Musik zum Seelenleben bestünden, auf psychoanalytischer Grundlage näherzutreten. Als Ergebnis dieser Ausführungen konnte festgestellt werden, daß die gefühlsmäßige Wirkung der Töne meist in ihrer Kraft beruhe, zur Bildung von lustbetonten 〈bewußten〉 Phantasien, am häufigsten erotischen Inhalts, anzuregen. Ein tieferes Eindringen in die dabei stattfindenden seelischen Vorgänge, sowie der Versuch, den Einfluß der Töne auf pathogenes psychisches Material aufzuklären, mußten bei der vorwiegend von musikästhetischen Gesichtspunkten gelieferten Betrachtungsweise entfallen. Im Anschluß an grundlegende Lehren der Traumdeutung möchte ich nun eine die obengenannte Darstellung in dieser Hinsicht ergänzende Charakteristik der seelischen Wirkungen des elementaren Musikhörens bieten.

Dem Interpreten musikalischer Eindrücke drängt sich die Beobachtung auf, daß neben jener lustbetonten Einwirkung der Töne auch eine mehr oder weniger unlustvolle, mitunter die tiefsten seelischen Erschütterungen und den Ausbruch von Tränen hervorrufende Erregung durch Musik möglich ist. Wir möchten diese Verschiedenheit der Wirkungen auf den Charakter der jeweils erweckten Phantasien — je nach ihrer Herkunft aus vorbewußtem oder in einem leichteren oder schwereren Grade der Verdrängung befindlichen psychischen Material — zurückführen.

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