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Reik, T. (1917). Das Kainszeichen: Ein psychoanalytischer Beitrag zur Bibelerklärung. Imago, 5(1):31-42.

(1917). Imago, 5(1):31-42

Das Kainszeichen: Ein psychoanalytischer Beitrag zur Bibelerklärung

Theodor Reik

Ma ditemi, che son li segni bui

Di questo corpo, che laggiuso in terra

Fan di Cain favologgiare altrui?

Dante, Paradiso II. 49 - 51.

Wenn wir heute vom Kainszeichen sprechen, so geschieht es gewöhnlich in der Art, daß wir darunter die äußerlich sichtbare Marke von etwas Abscheulichem oder gar Verbrecherischem verstehen. Ein Kainszeichen aufgedrückt erhalten, heißt soviel wie gebrandmarkt werden. Ein Bedeutungswandel ist in der Geschichte dieses Wortes zu verzeichnen, denn in der Heiligen Schrift hat das Kainszeichen eine andere Funktion. Nach der Ermordung Abels sprach der Herr zu dem Verbrecher: «Was hast du getan! Horch, das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Erdboden her. Und nun — verflucht sollst du sein, hinweg[getrieben] von dem Boden, der seinen Mund aufgetan hat, um das Blut deines Bruders von deiner Hand in Empfang zu nehmen. Wenn du den Boden bebaust, soll er dir keinen Ertrag mehr geben, unstät und flüchtig sollst du sein auf Erden!» Da sprach Kain zu Jahwe: «Unerträglich sind die Folgen meiner Verschuldung. Du treibst mich jetzt hinweg vom Ackerland und vor deinem Angesicht muß ich mich verbergen und muß unstät und flüchtig sein auf Erden und wer mich irgend antrifft, wird mich totschlagen.» Da sprach Jahwe zu ihm: «Ebendarum soll, wer Kain erschlägt, siebenfähiger Rache verfallen.» Und Jahwe bestimmte ein Zeichen für Kain, damit ihn nicht erschlüge, wer ihn träfe.

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