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PEP-Web Tip of the Day

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Hitschmann, E. (1917). ARNOLD ZWEIG, Die Novellen um Claudia, Roman, Leipzig 1916, Kurt Wolff. Imago, 5(1):43.

(1917). Imago, 5(1):43

Bücher

ARNOLD ZWEIG, Die Novellen um Claudia, Roman, Leipzig 1916, Kurt Wolff

Review by:
E. Hitschmann

Dieser preisgekrönte Roman bereitet nidit nur künstlerischen Genuß, sondern ist auch durch einen psychoanalytisdien Hautgout ausgezeidinet: Er weist psychoanalytischen Realismus auf. Jedes Wissensgebiet, jede Wissenschaft hat ihren eigenen Realismus; je vollkommener das Wissen des Dichters ist, desto befriedigter ist der Leser. Freilich der psyrfioanaly tische Realismus wird später einmal — wenn erst das Wissen um die Psyche und das Unbewußte und die Psychogenese der Persönlichkeit und die Determiniertheit alles Handelns und Fühlens Gemeingut menschlichen Verstehens sein werden — der psychoanalytische Realismus wird dann der unumgängliche Hintergrund aller Dichtung sein. Eigentlich ist er es im ganzen schon heute: Denn die echte wahre Menschenschilderung wird ihre überzeugende Wirkung nur durdi eine aus der Erinnerung oder Intuition des Dichters gewonnene psychologische Wahrheit erreichen. «Die Novellen um Claudia» sind ein Idiroman; Anfang und Ende bringen masochistische Geständnisse des Helden, dessen Wesen so bis in Detail folgerichtig geworden ist und handelt, daß seine Gestalt die des Weibes an Lebensechtheit weit übertrifft, Claudia ist eine Idealgestalt von vornehmster Tradition und vornehmem Milieu, die Reinheit des Mädchens wird bei der Frau zu Lebensferne, fast Beschränktheit. Der Gatte mißempfindet dies und breitet in einer Beichtstimmung seine sündhafte, homosexuelsadistische Knabenzeit vor ihr aus, erzählt von seinen Todeswünschen auf die Eltern usw.

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