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Multaretuli (1917). II. Eine Kinderbeobachtung. Imago, 5(2):123-124.

(1917). Imago, 5(2):123-124

II. Eine Kinderbeobachtung

Multaretuli

Es sei hier einiges von einem jetzt dreijährigen Mädchen berichtet, das keine Bevorzugung oder Besonderheit in seiner analen, urethralen oder genitalen Trieblokalisation zeigt, in der Mundzone sich aber gleich anfangs auffallend »trinkfaul« zeigte, keine Anstrengung machte, die Mutterbrust reichlich auszunützen, so daß nach wenigen Monaten zur Milchnahrung aus Fläschchen übergegangen werden mußte, wonach der Säugling aufblühte. Eine Schwäche der Eßlust, ein Sträuben bei den Mahlzeiten zeigt sich andauernd, Das Kind ist trotzdem von gutem Aussehen und nascht Bonbons und Obst gelegentlichi gern. Zum letzten Geburtstag wünschte es sich »einen Tag nicht essen zu müssen«. Man hat deutlich den Eindruck, daß hier nicht das Bedürfnis des Organismus nach Nahrung, sondern ein vermutlich ererbt minderwertiger Eßtrieb die Hauptrolle spielt. Sadomasochismus, Schau- und Exhibitionsneigung treten gar nicht hervor. Von neurotischer Angst trat nichts in Erscheinung außer eine lebhafte Angst, mit einer laut schlagenden Stehuhr allein im Zimmer zu bleiben. Dies trat ein, nachdem die bis dahin harmlos geliebte Uhr durch Monate beim Uhrmacher gewesen war. Die Abwesenheit war dem Kinde aufgefallen. Ein großes Interesse für alle Uhren, besonders Turmuhren, auch auf Bildern, entsprang von dorther. Die Neurose hat sich etwa mit eineinhalb Jahren entwickelt und hält in abgeschwächter Form, auch mit Spott über sich selbst, noch an.

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