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Hárnik, J. (1917). IV. Anatole France über die Seele des Kindes. Imago, 5(2):126-127.

(1917). Imago, 5(2):126-127

IV. Anatole France über die Seele des Kindes

J. Hárnik

Ferenczi hatte es vor wenigen Jahren unternommen, den Seelenkenner und Philosophen Anatole France als einen der wenigen großen Vorläufer Freuds im Erfassen und in der Schilderung seelischer Vorgänge darzustellen. Einige Ansichten über psychisches Geschehen, die intime Psychologie in der Erzählung verwickelt-rätselhafter menschlichen Handlungen, Ausführungen über die Genese der Geisteskrankheiten — von Ferenczi mit geübter Hand ausgewählt — haben, durch ihre auffallende Übereinstimmung mit der psychoanalytischen Betrachtungsweise, überraschend und überzeugend gewirkt. Gleichsam ergänzend zu diesem Referat möchte ich nun die Aufmerksamkeit des psychoanalytischen Publikums auf eines der schönsten und ergreifendsten Bücher dieses Meisters lenken, welches »Das Buch meines Freundes« betitelt, Beobachtungen und Reflexionen über die seelische Entwicklung des Kindes enthält, und schon mehr als hundertunddreißig Auflagen erlebt hat.

Das Buch zerfällt in zwei Teile: Im ersten Teil gibt der Verfasser, allem Anschein nach, seine eigenen Kindheitserinnerungen, der zweite Teil enthält Beobachtungen über das Gebaren und die Entwicklung seines kleinen Töchterchens, Suzanne. Alle seine feinen Bemerkungen, viele entzückende Einzelheiten bei Seite lassend, will ich hier nur den Inhalt des schönen Kapitels ausführlich wiedergeben, in dem uns France die Geschichte Andres, eines kleinen Freundes seiner Tochter, schlicht und ergreifend erzählt.

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