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Levy, L. (1919). Ist das Kainszeichen die Beschneidung? Ein kritischer Beitrag zur Bibelexegese. Imago, 5(4):290-293.

(1919). Imago, 5(4):290-293

Ist das Kainszeichen die Beschneidung? Ein kritischer Beitrag zur Bibelexegese

Ludwig Levy

Vor kurzem veröffentlichte Dr. Theodor Reik im Jahrgang V, Heft 1 〈1917〉 dieser Zeitschrift einen psycho-analytischen Beitrag zur Bibelerklärung: Das Kainszeichen. Reik verficht die These, das Kainszeichen sei die Beschneidung gewesen und sei mit den Einschnitten in eine Linie zu stellen, die die Primitiven in der Trauer um einen Toten ihrem Körper zufügen. Auf die Frage, gegen wen das Zeichen Kain schütze, antwortet Reik: gegen ihn selbst, vor den Selbstbestrafungstendenzen, die unbewußt in ihm leben. Kains Verbrechen habe außer dem Brudermord auch in der Befriedigung inzestuöser Regungen bestanden. Das Zeichen sei nach dem Jus talionis eine Selbstverstümmelung des Penis gewesen, die ihrer Absicht nach der Kastration gleichkomme, sei also als Beschneidung aufzufassen und bedeute eine Bestrafung der inzestuösen Wünsche, welche Kain zum Brudermord getrieben haben. Die inzestuösen Wünsche findet Reik im Pflügen des Ackers angedeutet, der bekanntlich ein Sexualsymbol für das Weib ist. Aus der späteren jüdisch-christlichen Tradition führt er eine Sage an, die den Brudermord Kains aus der Eifersucht des Älteren auf eine Schwester, welche die Eltern Abel zugedacht haben, erklärt. Ich halte diese Hypothese für einen Fehlgriff, es scheint mir unmöglich, daß das Kainszeichen die Beschneidung sein kann.

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