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Reik, T. (1919). Psychoanalytische Studien zur Bibelexegese. I. Imago, 5(5-6):325-363.

(1919). Imago, 5(5-6):325-363

Psychoanalytische Studien zur Bibelexegese. I

Theodor Reik

I Jaákobs Kampf

Gabriel:

«Noch einmal – mein Jaákob – sinke Zurück auf deinen Stein – zu kurzer Ruh! Wenn du mit dir – mit Fremdem ringst – gedenke Mit Gott dem Herren rangest heute du! In deinem Samen schau're immer wieder Erinnern dieser Nacht – so Sein Befehl! Schon rötet sich Sein Morgen! Auf die Lider Und:

Wandle – schaue – höre Jisro-El!»

Richard Beer-Hofmann, «Jaákobs Traum».

In der schwierigen Darstellungsweise psychoanalytischer Erkenntnisse ist jener Weg nicht der schlechteste, welcher zeigt, wie der Psychoanalytiker anscheinend zufällig auf ein Problem stoßt, und schrittweise unter Überwindung äußerer Hindernisse und seiner eigenen Einwendungen seiner Lösung näherzukommen sucht. Diesen Weg will die folgende Arbeit einschlagen.

Wenn man sich, müde der neudeutschen Stilkunst, die vorläufig im Dadaismus in einer verblüffend naturgetreuen Wiedergabe von Tierlauten gipfelt, wieder der Bibellektüre zuwendet, empfindet man erst recht die verjüngende Wirkung alttestamentarischer, elementarer Sprachgewalt. Man liest etwa die Geschichte Jaákobs, seiner Geburt, der listigen Übervorteilung des Bruders, seines Werbens um Rahel, seiner Dienstzeit bei Laban, seiner Flucht und kommt nun zu jener Stelle, die, rätselhaft genug, Jaákobs Ringkampf mit Gott schildert. Wir stehen vor einem Problem.

Wie ein von Kyklopen herangewälzter Felsblock ragt diese Erzählung von zehn Verszeilen in die sanftere Hirtenlandschaft der Jaákobsgeschichte. Es ist in der Nacht, bevor Jaákob auf den gefürchteten Bruder stoßen soll: Noch in jener Nacht stand er auf, nahm seine beiden Frauen, seine Mägde und seine elf Kinder und er überschritt die Furt des Jabbok: so nahm er sie und brachte vieles, was ihm gehörte, hinüber. Jaákob selbst blieb zurück. Da rang jemand mit ihm, bis die Morgenröte heraufzog.

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