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Furrer, A. (1923). HERBERT SILBERER: Der Aberglaube. Heft VIII der Schriften zur Seelenkunde und Erziehungskunst, Verlag Bircher, Bern 1922.. Imago, 9(3):397.

(1923). Imago, 9(3):397

HERBERT SILBERER: Der Aberglaube. Heft VIII der Schriften zur Seelenkunde und Erziehungskunst, Verlag Bircher, Bern 1922.

Review by:
A. Furrer

Ein hübsches und, wie ich meine, vor allem ein nützliches Büchlein. Prinzipiell fußend auf den von Freud hauptsächlich in „Totem und Tabu“ ausgesprochenen Anschauungen und Schlußfolgerungen entwickelt der Verfasser in konzentrierter und vorbildlich einfacher und klarer Darstellung die psychologischen Grundlagen des Aberglaubens, bezw. die Prinzipien des primitiven Denkens und des unbewußten Wollens. Er macht eine Menge abergläubischer Ideen und Bräuche aus allen Weltteilen, besonders aus Europa, namhaft, die nur zum kleinen Teil allgemein bekannt sein dürften, die aber den praktisch tätigen Psychoanalytiker doch wie bekannt anmuten.

„Was kann der Erzieher tun, um das Aufkommen des Aberglaubens hintanzuhalten?“ fragt sich am Ende der Verf. Er hält es für ungenügend und zum Teil sogar falsch, wenn man sich darauf beschränken würde, dem Kind von Anfang an alle abergläubischen Vorstellungen fernzuhalten, in ihm jede irreale Idee sofort zu berichtigen, ihm die wahren Zusammenhänge zu zeigen und seinen Verstand zu scharfer Wirklichkeitsprüfung zu befähigen. Auf diese Weise würde man weder den Ursachen des Aberglaubens, noch der Seele des Kindes gerecht werden. Da der Aberglaube affektbedingtes und vom Unbewußten dirigiertes Denken und Handeln ist, d. h. durch seelische Konflikte bewirkt wird, muß zur Pflege des Wissens unbedingt eine ausgeglichene Entwicklung des Gemüts hinzukommen, welche unerledigten Konflikten möglichst wenig Raum gönnt Die Psychoanalyse, welche uns in die Lage versetzt hat, manches Entscheidende über Wesen und Entstehung innerer Konflikte des Menschen zu erfahren, ist berufen, den Bestrebungen auf dem Gebiet der Gemütspflege und Charakterbildung in wirksamer Weise vorwärts zu helfen.

A.

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